Asylbescheid in Bayern abgelehntFirma streikt für afghanischen Kollegen

Seit fünf Jahren ist ein afghanischer Flüchtling für eine Baufirma in Bayern tätig - der Mann gilt als voll integriert und zuverlässiger Mitarbeiter. Doch nun wird sein Asylantrag abgelehnt; die Arbeitserlaubnis entzogen. Dagegen streikt die Belegschaft.
Die Belegschaft einer bayerischen Baufirma wehrt sich dagegen, dass einem afghanischen Kollegen die Arbeitserlaubnis entzogen worden ist. Die Mitarbeiter von Strasser Bau traten an diesem Vormittag für zwei Stunden in den Streik, um Solidarität mit Tavus Qurban zu zeigen. Das teilt Strasser Bau auf seiner Facebook-Seite mit.
Der Bauarbeiter kam vor mehr als fünf Jahren als Flüchtling nach Deutschland – laut Strasser ist er bereits seit 2012 für das Unternehmen aus Bayern tätig. Allerdings wird seine Arbeitserlaubnis zum 1. Oktober nicht verlängert – der Grund: Sein Asylantrag wurde abgelehnt. Eben dagegen richtet sich nun der Protest: Qurban sei engagiert, stets arbeitswillig und habe "mit großem Fleiß Deutsch gelernt und sich eingearbeitet", hieß es seitens der Firma.
Der Afghane sei voll im Unternehmen integriert, bezahle seine eigene Mietwohnung, führe Steuern und Sozialbeiträge ab, "so wie jeder andere berufstätige deutsche Mitbürger", schreibt Strasser Bau weiter. Für alle im Unternehmen sei die Nichtverlängerung unverständlich.