Panorama

Vulkan in hochexplosiver Phase Flugbetrieb nach La Palma unterbrochen

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(Foto: REUTERS)

Nach dem Ausbruch des Cumbre Vieja legt sich eine zentimeterdicke Ascheschicht auf die Kanaren-Insel La Palma. Ein regulärer Flugbetrieb ist derzeit nicht denkbar. Reisende müssen auf die Fähre umsteigen, wenn sie die Insel verlassen wollen.

Wegen der Aschewolke, die bei der Eruption des Vulkans Cumbre Vieja entstanden ist, ist der Flugbetrieb auf der Kanaren-Insel La Palma vorübergehend eingestellt worden, die der Betreiber Aena mitteilte. Reinigungsteams seien im Einsatz, aber die Lage könne sich jederzeit wieder ändern. Fähren von La Palma nach Teneriffa waren nicht betroffen. Die Überfahrt dauert etwa vier Stunden.

Der Vulkan speit weiter Lava. Zudem gibt es immer wieder Explosionen, da der Ausbruch Experten zufolge nun in eine neue Phase eingetreten ist, die als hochexplosiv gilt.

1000 Grad heiße Lava ausgestoßen, 6000 Menschen evakuiert

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Eine dicke Ascheschicht legt sich über alles auf La Palma und macht den Flugbetrieb unmöglich.

(Foto: AP)

Die Rettungsdienste hatten am Freitag erklärt, die Messungen seit Beginn des Ausbruchs hätten am Nachmittag die bisher heftigste Aktivität aufgezeichnet. Weitere Ortschaften waren wegen der zunehmenden Eruptionen evakuiert worden, die Feuerwehr musste ihre Aufräumarbeiten in der Stadt Todoque unterbrechen und Airlines hatten Flüge annulliert.

Seit dem Beginn des Ausbruchs am vergangenen Sonntag hat der Vulkan Cumbre Vieja mehrere tausend Tonnen 1000 Grad heiße Lava ausgestoßen, Hunderte Häuser sind zerstört und 6000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Tote oder Schwerverletzte gab es bisher nicht.

La Palma liegt ganz im Nordwesten der Kanaren, einer Inselgruppe im Atlantik vor der Westküste Afrikas. Sie ist 85 Kilometer von der nächstgelegenen größeren und auch bei deutschen Touristen sehr beliebten Insel Teneriffa und 57 Kilometer von La Gomera entfernt. Auf der jüngsten der Kanareninseln hatte es zuletzt vor 50 Jahren einen Vulkanausbruch gegeben, als der Teneguía 1971 Lava in die Luft schleuderte. Massentourismus wie auf Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa gibt es auf La Palma nicht.

Quelle: ntv.de, jog/rts/dpa

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