Panorama

Nach 34 Jahren auf der Flucht Flugzeugentführer auf Kreuzfahrt erwischt

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Der Entführer befindet sich mittlerweile im griechischen Gefängnis Korydallos.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Im Juni 1985 wird eine Passagiermaschine mit mehr als 160 Menschen an Bord auf dem Weg nach Rom gekapert. Die Entführer töten eine ihrer Geiseln und können schließlich entkommen. Nach mehr als drei Jahrzehnten auf der Flucht wird einer der Männer nun geschnappt - auf einem Schiff in Griechenland.

Mehr als 30 Jahre nach einer spektakulären Flugzeugentführung hat die griechische Polizei nach eigenen Angaben einen der mutmaßlichen Täter festgenommen. Für den 65-Jährigen lägen zwei von Deutschland beantragte europäische Haftbefehle vor, teilten die griechischen Behörden mit. Die Festnahme erfolgte demnach schon am Donnerstag auf der Insel Mykonos. Laut Medienberichten wurde der Mann bereits in das zentrale griechische Gefängnis Korydallos nahe Athen überführt.

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Die Geiseln nach ihrer Freilassung 1985

(Foto: imago stock&people)

In Griechenland wird gerätselt, ob es sich bei dem Festgenommenen wirklich um einen jener zwei Männer handelt, die 1985 den Trans-World-Airlines Flug 847 entführt hatten. Er soll auf einem Kreuzfahrtschiff nach Mykonos gereist und kurz vor der Rückfahrt in die Türkei gewesen sein, als sein Name bei der Kontrolle der Personalien auffiel und er festgenommen wurde. Hinterfragt wird, ob ein international gesuchter Terrorist wirklich unter eigenem Namen eine Kreuzfahrtreise in die EU antreten würde.

Der Flug TWA 847 war im Juni 1985 mit 153 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von Athen nach Rom gekapert worden. Bei den beiden Entführern handelte es sich um Angehörige der Hisbollah. Anschließenden pendelte die Maschine tagelang zwischen Beirut und Algier hin und her. Bei einem Stop in Beirut wurde einer der Passagiere, ein US-Marinetaucher, von den Terroristen getötet. Während wochenlanger intensiver Verhandlungen kamen nach und nach alle übrigen Passagiere und Besatzungsmitglieder frei.

Quelle: n-tv.de