Panorama

In Wohnung eingesperrt Frau 31 Jahre als Sexsklavin missbraucht

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Die Frau gab an, seit über 30 Jahren in der Wohnung eingesperrt gewesen zu sein.

(Foto: imago/fStop Images)

Während er mit seiner Familie ein scheinbar normales Leben führt, hält ein Mann in Venezuela in einer Wohnung auf der anderen Straßenseite offenbar eine Frau als Sexsklavin gefangen. Erst nach mehr als 30 Jahren gelingt ihr die Flucht.

Einer Frau, die 31 Jahre lang in einer Wohnung im venezolanischen Maracay eingesperrt und als Sexsklavin missbraucht worden sein soll, ist die Flucht gelungen. Ihr mutmaßlicher Peiniger, der während dieser Zeit mit seiner Familie in einem Apartment auf der anderen Straßenseite lebte, wurde nun verhaftet und wegen sexueller, physischer und mentaler Angriffe und sexueller Sklaverei angeklagt.

Das Martyrium der Frau begann laut der venezolanischen Website "Cronica Uno" schon im Jahr 1988, als die damals 17-Jährige ihren späteren Peiniger kennenlernte. Die Beziehung war demnach von Anfang an von Missbrauch geprägt, die Eltern der Frau waren deshalb gegen die Verbindung. Der Anklage zufolge manipulierte der Mann die 17-Jährige aber so sehr, dass sie ihr Zuhause zwei Tage vor Weihnachten im Jahr 1988 verließ und mit ihm davonlief. Das Paar ließ sich in einem Apartmentkomplex in Maracay nieder - der für die nächsten 30 Jahre zum Gefängnis für die heute 49-Jährige werden sollte.

Laut der britischen "Sun" wurde die Frau jahrelang misshandelt, als Sexsklavin missbraucht und in der Wohnung gefangen gehalten. Während dieser Zeit bekam die Frau demnach ausschließlich Reis, Linsen und Eier zu essen und musste für alles um Erlaubnis bitten - selbst, wenn sie sich hinsetzen wollte. Gehorchte sie nicht, soll ihr Peiniger sie hungern lassen haben. Er lebte demnach unterdessen mit einer zweiten Freundin und deren Tochter in einer Wohnung in einem Gebäude auf der anderen Straßenseite.

Zweimal soll die eingesperrte Frau versucht haben zu fliehen, als der Mann die Wohnungsschlüssel versehentlich im Apartment vergaß - er kehrte laut "Sun" aber immer zurück, bevor die Flucht gelang. Erst beim dritten Versuch am 24. Januar konnte die Frau demnach ihrem Gefängnis entkommen. Sie rettete sich in ein Frauenhaus, von dem sie im Radio gehört hatte, das wiederum die Polizei verständigte. Diese war laut "Sun" bereits zuvor zu dem Apartment gerufen worden, um nach dem rechten zu sehen. Die Frau stand aber offenbar so stark unter dem Einfluss ihres Peinigers, dass sie der Polizei damals versicherte, dass alles in Ordnung sei. Nachbarn erzählte der Mann, dass es sich bei der Eingesperrten nur um die Putzfrau gehandelt habe.

Laut "Sun" wird nun untersucht, ob der Mann auch seine andere Freundin misshandelte. Der Anwalt des Mannes sieht seinen Mandanten dagegen als Opfer einer Medienkampagne. Er beteuert seine Unschuld.

Quelle: ntv.de, ftü