Panorama

Tür auf Kreuzfahrt zugefallen Frau erhält 6000 Euro für zwei Fingerkuppen

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Das Kreuzfahrtschiffe "MSC Sinfonia" läuft aus dem Hafen Rostock-Warnemünde aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für eine Frau aus Sachsen nimmt ihre Mittelmeerkreuzfahrt ein böses Ende: Als eine Tür plötzlich zufällt, werden ihre Finger eingeklemmt. Zwei Kuppen können nicht gerettet werden. Nun erhält sie zumindest Schmerzensgeld.

Auf einer Kreuzfahrt hatte sich eine Passagierin so übel die Finger in einer Tür eingeklemmt, dass ihr noch an Bord zwei Fingerkuppen amputiert werden mussten. Als Schadenersatz soll sie nun 6000 Euro Schmerzensgeld bekommen - sofern die Prozessbeteiligten den vor dem Landgericht München I ausgehandelten Vergleich nicht in den kommenden Wochen widerrufen.

Der Frau war vor einem Jahr auf einer Mittelmeerkreuzfahrt mit der "MSC Sinfonia" im Hafen von Split eine der schweren Außentüren mit derartiger Wucht auf die Finger geknallt, dass sie sich die zwei Kuppen an der rechten Hand unrettbar quetschte. "Ich habe in mein rohes Fleisch geguckt und habe nur geschrien: 'Meine Finger sind ab'", berichtete die Frau aus Sachsen von dem Moment des Unglücks. "Ich habe meine Fingerkuppen aus dieser Falle rausgepult und bin zum Schiffsarzt gerannt."

Auch die Anwältin der Gegenseite nannte den Vorfall tragisch. "Eine andere Frage ist, ob eine zufallende Tür aufgrund einer Windböe überhaupt jemand anderem angelastet werden kann." Die Klägerin hingegen machte geltend, dass der Sicherungsmechanismus der Tür kaputt gewesen und erst nach ihrem Unfall repariert worden sei.

Im Mittelpunkt der Verhandlung stand zunächst die juristische Problematik, dass die Betroffene die deutsche Unternehmenstochter verklagt hatte und nicht die als Reiseveranstalterin auftretende Konzernmutter aus der Schweiz. Dennoch stimmte die Rechtsanwältin des verklagten Unternehmens dem Vergleich zu, ließ aber die Möglichkeit eines Widerrufs offen. Sollte es tatsächlich zu einer Hauptverhandlung kommen, würden dann auch Zeugen zum Zustand der Tür befragt.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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