Panorama

Opfer kamen aus Bayern Fünf Bergsteiger sterben nahe Zell am See

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Ein Rettungshubschrauber landet auf einer Wiese in Krimml bei Zell am See.

(Foto: dpa)

Tragödie in den Alpen: Mehrere Bergsteiger kommen bei einem Unglück in Österreich ums Leben. Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass es sich bei den Toten um Deutsche handelt.

Bei einem Bergunglück in den österreichischen Alpen sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Ein weiterer Bergsteiger wurde nach Angaben der Rettungskräfte bei dem Unfall nahe Zell am See im Bundesland Salzburg schwer verletzt.

Die fünf Toten des schweren Bergunfalls sind Deutsche. Martin Reichholf von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See sagte: "Wir gehen davon aus, dass alle Bergsteiger Deutsche sind." Alle fünf kamen aus Bayern, woher genau er kam, ist noch unklar.

Nach ersten Erkenntnissen sei die Seilschaft abgestürzt, sagte der Sprecher der Rettungskräfte.  Sie hatte offenbar versucht, einen steilen vereisten Gletscherhang in rund 3000 Metern Höhe zu erklimmen.Demnach rutschte einer aus der Seilschaft in einem Gletscherbereich aus und riss die anderen mit. Die Gruppe sei 200 Meter über Eis und Geröll abgestürzt. Der Hang sei etwa 40 Grad steil gewesen. Gegen 15.40 Uhr wurde die letzte Leiche mit dem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht. Der Einsatz gestaltete sich schwierig, da die Unfallstelle steinschlaggefährdet war.

Eine weitere Seilschaft wurde zur Zeugin des Bergdramas. Die Wanderer hätten sich mit aller Kraft bemüht, den Absturz zu verhindern, berichteten sie. "Die zwei letzten versuchten den Sturz noch mit Pickeln zu halten, jedoch vergeblich", sagte der Einsatzleiter der Bergrettung Krimml, Franz Gensbichler.

Bei dem Unglück unterhalb der Mannlkarscharte handelt es sich um den bislang folgenschwersten Unfall dieser Saison in den österreichischen Alpen. Jeden Sommer kommen dort dutzende Bergsteiger bei Unfällen ums Leben.

Weitere tödliche Unglücke in den Alpen

Auch in anderen Teilen der Alpen kam es zu folgenschweren Unglücken. In den italienischen Südalpen starben mindestens zwei Mitglieder einer Seilschaft, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Alpinisten waren am Vormittag am Berg Presanella auf einem Gletscher unterwegs. Auf einer Höhe von etwa 3200 Meter in der norditalienischen Provinz Trentino rutschten zwei von ihnen ab und rissen die übrigen der Gruppe in die Tiefe. Neben den beiden Toten gab es Ansa zufolge sieben Verletzte, unter ihnen ein 14-jähriger Junge. Bei den Verunglückten handele es sich um zwei Familien aus dem italienischen Brescia, hieß es weiter. 

Am Samstag kam bei einer Wanderung nahe Oberstdorf eine 80-Jährige ums Leben. Sie stammte aus dem Kreis Würzburg. Sie war am Samstagmittag laut Polizei mit ihrem 82-jährigen Ehemann auf den knapp 1680 Meter hohen Besler unterwegs. Kurz vor dem Gipfel hörte der vorauslaufende Ehemann seine Frau rufen. Sie rutschte über eine Wiese auf einen steilen Abbruch zu, wo sie etwa 200 Meter in die Tiefe stürzte. Unten fand der Mann die Frau mit schweren Kopfverletzungen. An einer Almhütte alarmierte der Hüttenwirt die Bergwacht, die aber nur noch den Tod feststellen konnte.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa/AFP