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Vater erwürgte Kinder im Bett Fünffacher Kindermörder zum Tode verurteilt

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Medienberichten zufolge zeigte Timothy J. bei der Urteilsverkündung keine Emotion.

(Foto: AP)

Offenbar weil er mit der Trennung von seiner Frau nicht zurechtkam, tötete ein Softwareentwickler in South Carolina seine fünf Kinder. Nach dem Schuldspruch befinden die Geschworenen nun über das Strafmaß - und kommen zu einem einstimmigen Ergebnis.

Ein Vater in den USA, der seine fünf Kinder umgebracht hat, ist von den Geschworenen einstimmig zum Tode verurteilt worden. Nicht einmal zwei Stunden berieten die Mitglieder der Jury am 21. Verhandlungstag, bis sie dieses Urteil fällten, wie die Zeitung "The State" berichtete.

Bereits vergangene Woche befanden die Geschworenen im US-Bundesstaat South Carolina den Vater Timothy J. für schuldig. Der Softwareentwickler habe seine Kinder im Alter zwischen zwei und acht Jahren im August 2014 getötet.

Staatsanwalt Rock Hubbard erklärte in der Verhandlung, der Angeklagte sei von seiner Frau verlassen worden, das Sorgerecht habe man geteilt. J. sei nicht damit zurecht gekommen, wenn seine Kinder lieber bei der Mutter sein wollten.

Erstes Opfer sei sein sechsjähriger Sohn gewesen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Geständnisse des Vaters. Danach habe er die anderen vier Kinder in ihren Betten erwürgt, die jüngeren Kinder mit einem Gürtel. "Das verdient den Tod", sagte Hubbard. Das "Time"- Magazin berichtet, der 37-Jährige habe die toten Kinder in seinen Wagen gelegt und sei mit ihnen neun Tage lang herum gefahren, bevor er sie in Mülltüten verpackt in einer Seitenstraße abgelegt hatte.

Anklage argumentiert mit Schizophrenie

Die Verteidiger des Angeklagten versuchten im Prozess die Geschworenen von einer nicht diagnostizierten Schizophrenie zu überzeugen, die durch Drogen- und Alkoholkonsum schlimmer geworden sei, berichtet "Time". Später hätte die Verteidigung versucht, an das Mitgefühl für die Familie zu appelieren. Schließlich sei der Verlust der fünf Kinder noch zu verarbeiten. Der Vater und die Geschwister des Angeklagten würden ihn trotz seiner Tat lieben.

J. ist der zweite Mensch, der in South Carolina in den vergangenen fünf Jahren zum Tode verurteilt wurde. Eine Gegenstimme bei den Geschworenen hätte gereicht, um statt der Todesstrafe lebenslänglich zu verhängen, hieß es weiter. Doch dazu kam es nicht. Bis zur Hinrichtung könnten wegen möglicher Berufungsverfahren allerdings Jahre vergehen, schrieb die Zeitung.

Wie viele US-Bundesstaaten habe außerdem auch South Carolina Schwierigkeiten, Todeskandidaten mit der Giftspritze hinzurichten. Das liegt auch daran, dass sich viele Pharmakonzerne weigern, Wirkstoffe zu liefern.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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