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Hafen wird evakuiert Gas-Unglück in Jordanien fordert 13 Todesopfer

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Im Hafen der jordanischen Stadt Akaba tritt giftiges Chlorgas aus einem herabgestürzten Container. Bei dem Vorfall sterben mindestens 13 Menschen, Hunderte werden verletzt. Die Kliniken sollen Probleme haben, die vielen Opfer zu versorgen.

Bei einem Gas-Unglück in Jordanien sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, 123 der mehr als 250 bei dem Unglück im Hafen von Akaba verletzten Arbeiter liegen nach Behördenangaben weiterhin im Krankenhaus. Die Situation vor Ort sei inzwischen "unter Kontrolle", sagte Regierungschef Bischer al-Chasawneh. Es bestehe keine Gefahr, dass das giftige Gas angrenzende Wohngebiete erreichen könnte.

Wie die Regierung mitteilte, war aus einem umgekippten Container im Hafen von Akaba im Süden des Landes giftiges Chlorgas ausgeströmt. Aufnahmen im staatlichen Fernsehen zeigten, wie ein von einem Kran hochgehobener Container herabstürzt. Nach dem Aufprall entweicht sofort eine dicke gelbe Wolke. Menschen fliehen vor dem Gas.

Der südliche Teil des Hafens wurde evakuiert. Der Chef der örtlichen Gesundheitsbehörde, Dschamal Obeidat, rief die Anwohner auf, zu Hause zu bleiben und die Fenster geschlossen zu halten. "Die Krankenhäuser in Akaba sind schon überlastet und können keine weiteren Verletzten mehr aufnehmen", fügte er hinzu.

Einziger Seehafen des Landes

Ministerpräsident Bischer al-Chasawneh und Innenminister Masen al-Faraja reisten laut dem Fernsehsender Al-Mamlaka an den Unglücksort. Die Regierung kündigte die Bildung einer Untersuchungskommission unter al-Farajas Leitung an.

Der Hafen von Akaba ist einer der wichtigsten am Roten Meer und der einzige Seehafen Jordaniens. Über ihn werden die meisten jordanischen Importe und Exporte abgewickelt.

Der israelische Badeort Eilat liegt nur rund fünf Kilometer vom Hafen von Akaba entfernt. Eine Sprecherin des israelischen Ministeriums für Umweltschutz erklärte jedoch, der Unfall sei aufgrund der Windrichtung für Israel wohl weniger gefährlich als für das weiter südlich gelegene Saudi-Arabien.

Quelle: ntv.de, mbe/AFP

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