Panorama

"Jeder dachte an ein Attentat" Geräusche sorgen für Panik im Disneyland

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Am Eingang des Disneyland Paris sind die Sicherheitsvorkehrungen hoch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vermeintliche Schüsse durchbrechen den abendlichen Trubel im Disneyland Paris. Ängstliche Besucher verschanzen sich in Geschäften. Am Ende geben Sicherheitskräfte Entwarnung.

Verdächtige Geräusche im Freizeitpark Disneyland östlich von Paris haben Besucher aus Angst vor einem Terroranschlag in Panik versetzt. Am späten Abend gaben Sicherheitskräfte jedoch bekannt, dass es sich um einen falschen Alarm handelte. Die lauten, explosionsartigen Geräusche seien von einem defekten Förderband ausgelöst worden und nicht etwa durch Waffengewalt, wie zunächst vermutet.

Das französische Innenministerium erklärte bei Twitter: "Falscher Alarm, Sicherheitskräfte bestätigen, dass es keine Gefahr gibt." Nach ergänzenden Angaben der zuständigen Präfektur wurden einige Menschen leicht verletzt. Der Polizeieinsatz auf dem Gelände sei inzwischen jedoch beendet. In sozialen Netzwerken war vorher auch von Schüssen die Rede gewesen.

Wie französische Medien berichteten, spielte sich der Vorfall in der Geschäftszone "Disney Village" in dem Park ab. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage durften Besucher die Läden der Geschäftszone zeitweilig nicht verlassen. "Es gab eine enorme Panik", beschrieb eine Besucherin. "Jeder dachte, es ist ein Angriff." Sie sei mit ihren 10 und 16 Jahre alten Kindern gerade in einem Geschäft im Eingangsbereich gewesen, als etwa 20 Menschen schreiend angelaufen gekommen seien. "Jeder dachte an ein Attentat." Nach ein paar Minuten seien sie durch die Hintertür herausgelassen worden. "Überall war Polizei."

Disneyland Paris zählte nach Angaben aus dem vergangenen Jahr seit der Eröffnung 1992 mehr als 320 Millionen Besucher. Nach eigenen früheren Angaben verbucht Disneyland Paris gut sechs Prozent der französischen Tourismuseinnahmen und beschäftigt 16.000 Mitarbeiter.

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Quelle: n-tv.de, lou/dpa