Panorama

Festnahme in Monaco Geschäftsmann haut Milliardär übers Ohr

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Yves Bouvier verdient unter anderem mit Zollfreilagern sein Geld.

(Foto: twitter.com/@RTlu)

Der Schweizer Yves Bouvier verdient sein Geld eigentlich mit der Lagerung von Kunstwerken in Zollfreilagern. Zurzeit sitzt der Geschäftsmann in Polizeigewahrsam: Er soll den russischen Milliardär Dmitri Rybolowlew betrogen haben.

In Monaco ist ein bekannter Schweizer Geschäftsmann aus dem Bereich des Kunsthandels festgenommen worden, der einen russischen Milliardär betrogen haben soll. Der Schweizer Yves Bouvier und zwei Landsleute seien in Polizeigewahrsam genommen worden, sagte der Staatsanwalt von Monaco, Jean-Pierre Dreno. Die Summe, um die es bei dem mutmaßlichen Betrug im Kunstbereich gehen soll, nannte er nicht.

Bouvier ist für sein Geschäft im Kunsthandel und für die Lagerung insbesondere von Kunstwerken in Zollfreilagern in Genf, Luxemburg und Singapur bekannt. Das mutmaßliche Opfer Dmitri Rybolowlew ist nicht weniger prominent: Der russische Milliardär, der seit 2011 in Monaco wohnt, ist Besitzer des Fußballclubs AS Monaco.

Zollfreilager sind eine Besonderheit im Steuerrecht: Dort gelagerte Güter - Luxuswaren, Kunstwerke oder Antiquitäten - werden so lange nicht besteuert, so lange sie nicht in das Bestimmungsland ausgeliefert werden. Die Lager sind extrem gesichert und werden rund um die Uhr überwacht. Bouvier ist über seine Firma Natural Le Coultre im Zollfreilager von Genf eingemietet, das Geschäftsmodell der Zollfreilager hat Bouvier auch in Luxemburg und Singapur umgesetzt.

Quelle: ntv.de, jki/AFP