Panorama

Zum Abschuss freigegeben Grizzly-Bär tötet Camperin in den USA

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Dass die unter Artenschutz stehenden Bären Menschen angreifen, ist äußerst selten (Symbolbild).

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Eine schlafende Frau wird auf ihrem Campingausflug in den Wäldern des US-Bundesstaats Montana von einem Grizzly überrascht. Den Angriff des überaus aggressiven Tieres überlebt sie nicht. "Kein normales Bärenverhalten", sagt die Parkaufsicht und ordnet die Erschießung an.

Ein Grizzly-Bär hat im Nordwesten der USA eine Camperin angegriffen und tödlich verletzt. Das etwa 180 Kilogramm schwere Tier habe die 65-Jährige im kleinen Ort Ovando in der Nacht aus ihrem Zelt gezerrt, teilte die Wildtier- und Parkverwaltung (FWP) des Bundesstaates Montana mit. Der Bär werde nun gejagt und erschossen, teilte FWP-Sprecher Greg Lemon mit. Das aggressive Verhalten des Grizzlys sei nicht normal. Bis zum Donnerstagabend blieb die Suche allerdings erfolglos, wie örtliche Medien berichteten.

Das Opfer, eine pensionierte Krankenschwester aus Kalifornien, war nach Angaben des Sheriffs auf einer großen Fahrradtour mit ihrer Schwester und einem Freund. Der Angriff ereignete sich in der Nacht auf Dienstag, als das Trio in Ovando übernachtete. Wie die Parkverwaltung mitteilte, wurden die Camper zunächst durch die Geräusche des Bären geweckt. Sie hätten daraufhin die Lebensmittel aus den Zelten genommen und woanders sicher verstaut. Der Grizzly sei daraufhin verschwunden.

Etwa eine halbe Stunde später sei er aber zurückgekehrt und habe die allein schlafende Frau in dem Zelt attackiert. Ihre Begleiter konnten das Tier zwar mit Bärenspray vertreiben, die 65-Jährige sei aber so schwer verletzt worden, dass sie starb. "Das ist kein normales Bärenverhalten", sagte Lemon. So aggressiv seien die Tiere meist nur, wenn sie Nahrung oder ihre Jungen verteidigten. Deshalb sei die Erlaubnis gegeben worden, den Grizzly zu erschießen. Die Campingplätze in der Umgebung wurden bis Sonntag geschlossen.

Auf der Jagd nach dem Bären seien Fallen ausgelegt worden, sagte Lemon. Auch ein Hubschrauber war zeitweise im Einsatz. Ovando ist mit seinen weniger als 100 Einwohnern ein beliebter Durchgangsort für Ausflügler. Er liegt in einer Region mit weitläufigen Wäldern nahe dem Glacier-Nationalpark. In der Gegend leben schätzungsweise 1000 Bären. Grizzlys waren einmal fast ausgerottet und stehen seit 1975 in den USA unter Schutz. Einen Bärenangriff mit tödlichem Ausgang hatte es in der Gegend zuletzt im April gegeben.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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