Panorama

"Schwerwiegender Vorfall" Großraum Manchester entgleitet den Briten

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Unmissverständliche Warnung in Manchester: Dies ist ein Hochrisikogebiet.

(Foto: REUTERS)

Großbritannien tritt bei der Lockerung seiner Corona-Regeln auf die Notbremse. Vor allem der Nordwesten des Landes bereitet Sorgen. Im Großraum Manchester verdoppeln sich die Ansteckungsraten innerhalb weniger Tage. Die Behörden greifen ein.

In Großbritannien verschlechtert sich die Virus-Lage im Großraum Manchester. Am Sonntagabend riefen die Behörden einen "schwerwiegenden Vorfall" aus, da die Zahl der Infizierten in mehreren Gegenden steigt. Dies gibt den Behörden mehr Handlungsoptionen im Kampf gegen die Pandemie. Ihren Angaben zufolge besteht aber "keinerlei Anlass für Panik".

Die "Manchester Evening News" berichten, dass in der Region die Anstiege in Manchester, Tameside und Oldham auffällig seien. Demnach hat sich die Ansteckungsrate in Manchester und Tameside in den vergangenen sieben Tagen mehr als verdoppelt. Für Oldham melden die Behörden sogar die höchste und am schnellsten steigende Ansteckungsrate des Landes. Im Großraum Manchester leben gut 2,8 Millionen Menschen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte zuvor bereits für ganz England weitere Lockerungsmaßnahmen für mindestens 14 Tage gestoppt. Im Norden - auch in Manchester und Umgebung - wurden die Maßnahmen sogar verschärft: Dort dürfen sich Mitglieder verschiedener Haushalte nicht mehr in Innenräumen und Privatgärten treffen. Auch der gemeinsame Besuch von Pubs und Restaurants ist tabu. Gesundheitsminister Matt Hancock führt die verstärkte Ausbreitung des Virus auf das Nichteinhalten der Abstandsregeln zurück.

Das Vereinigte Königreich ist in Europa am schlimmsten von der Pandemie betroffen. Offiziell ist bisher bei knapp 305.000 Menschen in England, Schottland, Wales und Nordirland eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Mindestens 46.000 Menschen sind nach einer Ansteckung gestorben.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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