Panorama

Erstes heißes Wochenende im Jahr Hitze in Deutschland - ausgerechnet Sahara-Staub "kühlt"

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Wer konnte, suchte sich Abkühlung an diesem Samstag, bei Temperaturen von mehr als 37 Grad.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland ist an diesem Wochenende eine große Ü30-Zone. Bislang aber melden die Meteorologen aber keinen neuen Hitzerekord. Im Norden hat das Schwitzen bereits ein Ende. Abkühlung von oben erreicht morgen dann auch andere Teile des Landes - nach erneut heißen Stunden.

Deutschland schwitzt in weiten Teilen im ersten Hitze Wochenende des Jahres. Vielerorts kletterte die Quecksilbersäulbe deutlich über die 30-Grad-Marke. In einem breiten Streifen vom Südwesten bis nach Ostsachsen wurden laut DWD Werte um die 35 Grad gemessen. Bislang blieben die befürchteten Rekordwerte von mehr als 38 Grad jedoch bislang aus. Das allerdings könnte sich das am morgigen Sonntag ändern. Freibäder meldeten am letzten Wochenende des kalendarischen Frühlings einen Ansturm. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mahnte, auf ältere Menschen zu achten.

Mit Ausnahme der Küstenregionen und höhergelegener Gebiete sowie im Südosten Bayerns stiegen die Temperaturen im Tagesverlauf jeweils deutlich über die 30-Grad-Marke. Im krassen Gegensatz dazu blieb es in Erfde in Schleswig-Holstein bei 20,2 Grad.

Bereits am Freitag sowie Samstagfrüh hatte der Wetterdienst für das gesamte Wochenende vor extremer Hitze gewarnt. Es könne sogar der bisherige Hitzerekord von 38,3 Grad für die zweite Junidekade aus dem Jahr 2002 eingestellt oder übertroffen werden, hieß es. Dass es bislang nicht ganz so extrem wurde, könnte nach Angaben des DWD daran liegen, dass mit der heißen Luft auch Sahara-Staub nach Deutschland gelangte, der die Sonneneinstrahlung etwas abschirmte.

Nach Angaben der Meteorologen soll es aber auch am Sonntag wieder sehr heiß werden. Auch die UV-Strahlung werde erneut hohe Werte erreichen.

In der kommenden Nacht breiten sich nach Angaben der RTL-Wetterredaktion Wolken bis zu einer Linie Münsterland - Vorpommern aus. Es gibt teils kräftige Regenschauer und Gewitter. Im Emsland und in Schleswig-Holstein können bei länger anhaltendem Niederschlag zwischen 15 bis 30 Liter pro Quadratmeter innnerhalb von zwölf Stunden fallen. Wo es regnet, sinken die Temperaturen auf kühle 12 bis 14 Grad, doch auch sonst wird die Nacht mit 14 bis 19 deutlich angenehmer als der Tag. Ganz anders im Westen, Südwesten und Sachsen: Hier gibt es eine tropische Nacht bei 20 bis 25 Grad.

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Am Sonntag dann zieht der Regen im Norden über die Ostsee ab. Ansonsten beginnt der Sonntag überall sonnig. Im Westen kommen jedoch von Nordrhein-Westfalen aus schon vor Mittag immer mehr Wolken auf und erste gewittrige Schauer können sich bilden. Diese breiten sich am Nachmittag entlang der Mittelgebirge in den Osten aus. Dabei können sich lokale Unwetter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen entwickeln.

In der Südhälfte bleibt es sonnig und das Gewitterrisiko beschränkt sich auf das Bergland. Südlich einer Linie Trier - Berlin werden wieder 30 bis 36 erreicht, vom Oberrhein über Franken bis ins südliche Brandenburg und in die Lausitz sogar 38 bis 39 Grad. Im Norden und Nordwesten kühlt es ab auf 20 bis 25 Grad, an der Küste auf 16 bis 18 Grad.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa

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