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Valentinsgeschenk ihres Mannes Hobby-Jägerin prahlt mit Giraffenherz

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Der Jagdausflug soll um die 2000 Dollar gekostet haben.

(Foto: Facebook/Merelizevdm)

Ein ungewöhnliches Geschenk zum Valentinstag empört viele Tierschutzorganisationen. Auf Facebook prahlt eine Südafrikanerin erst mit dem Abschuss einer Giraffe, anschließend präsentiert die Hobby-Jägerin das herausgeschnittene Herz des Tieres.

Eine Großwildjagd zum Valentinstag - dieses ungewöhnliche Geschenk hat die Südafrikanerin Merelize van der Merwe bekommen und mit ihrer Trophäe für Aufregung gesorgt. Die Hobby-Jägerin erlegte nicht nur einen 17-jährigen Giraffen-Bullen, sondern präsentierte anschließend noch das herausgeschnittene Herz des Tieres auf Facebook. "Haben Sie sich jemals gefragt, wie groß das Herz einer Giraffe ist? Ich bin überglücklich mit meinem Valentinsgeschenk!", schrieb van der Merwe unter ihren Post.

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Hier kuschelt van der Merwe mit der toten Giraffe.

(Foto: Facebook/Merelizevdm)

Über die Fotos des toten Tieres und seiner Eingeweide empörten sich Dutzende Tierrechtsorganisationen und starteten Online-Petitionen, um von der Merwes Facebook-Seite zu bannen.

Die Südafrikanerin hat mehr als 96.000 Follower in dem sozialen Netzwerk und verteidigte ihr Vorgehen vehement. "Wenn die Jagd verboten wird, werden die Tiere wertlos und verschwinden", sagte van der Merwe dem "Mirror". Die einzigen, die diese Tiere schützen, seien Trophäenjäger. Der Jagdausflug hätte Arbeit für elf Menschen und viel Fleisch für die Einheimischen bedeutet. Sie behauptete, der Tod des alten Bullen würde bedeuten, dass "ein neuer Bulle die Herde übernehmen und neue starke Gene liefern kann".

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Mark Jones von der britischen Tierschutzorganisation Born Free Foundation beschrieb gegenüber dem "Mirror", die Behauptungen der Trophäenjäger, sie seien um den Schutz der Wildtiere besorgt, als "höchst irreführend". "Die Trophäenjagd ist weder ein Instrument zum Schutz der Tiere, noch trägt sie in nennenswertem Umfang zur Finanzierung der örtlichen Gemeinden bei." Die Tierschutzorganisation Peta formulierte es im Fall von van der Merwe noch drastischer. "Jemand, der ein anderes empfindungsfähiges Wesen tötet, ihm das Herz herausschneidet und damit prahlt, entspricht der Definition eines Soziopathen."

Auf ihre Kritiker gibt van der Merwe wenig. Vor der Tierschutz-Lobby habe sie keinen Respekt. "Ich nenne sie die Mafia", teilte sie der Zeitung mit. In einem weiteren Facebook-Post erklärte sie, dass sie die "verletzten Gefühle" nicht interessieren würden. "In der Welt würden tagtäglich Kinder vergewaltigt und Menschenhandel betrieben - direkt vor euren Augen", schrieb sie. "Aber ich schaffe es auf die Titelseiten der Welt mit einer Giraffe, die ohnehin kurz davor stand, zu sterben."

Quelle: ntv.de, mba

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