Im Mai droht FrostHoch "Uli" verschafft uns sonnige Frühlingstage

Nach einem Regen-Intermezzo bringt der Frühling viele Sonnenstunden nach Deutschland. Erst am Wochenende drohen wechselhaftere Aussichten. Nachts verschafft der wolkenarme Himmel bis dahin beste Voraussetzungen für ein Himmelsspektakel.
Der Frühling der sonnigen Art ist deutschlandweit zurückgekehrt und lässt auch die Temperaturen schrittweise ansteigen. Bis zu 23 Grad sind in den kommenden Tagen drin. Doch ganz abschreiben sollten wir den Nachtfrost definitiv noch nicht - selbst im Wonnemonat Mai.
Mit seinem Zentrum thront Hoch "Uli" zwar über Island und ist damit weit entfernt. Aber: Seine Fühler hat es bereits bis nach Deutschland ausgedehnt und damit dominiert auch hierzulande mehrheitlich die Sonne. Verbreitet werden zwischen 10 und knapp 14 sonnige Betriebsstunden erwartet und nur in wenigen Regionen halten sich Nebel oder Hochnebel zäher. Erst zum Wochenende wird es gebietsweise wolkiger, mit wechselhafteren Aussichten müssen wir aber frühestens in der kommenden Woche rechnen. Einige Wettercomputer lassen es sogar bis über den Monatswechsel hinaus trocken mehrheitlich weitergehen.
Nicht nur tagsüber sorgt der wolkenarme Himmel für Freude bei den Sonnenanbetern. Auch nachts dürften sich viele von uns am klaren Firmament erfreuen. Denn mit den Lyriden, die in der Nacht zum Donnerstag den Höhepunkt erreichen, ist Sternschnuppen-Zeit. Einzig von den Küsten her könnte der Seenebel schon mal aufdringlicher sein. Bei den Temperaturen gilt: Im Nebel bleibt es milder, aber unter dem klaren Himmel geben weiterhin Frost und Bodenfrost gerne mal den Ton an.
Nicht nur bei uns ist es aprilfrisch bis gesäßkalt. Im Norden Europas lässt sich sogar der Spätwinter nieder. Ab der Nacht zum Sonntag sind in Skandinavien Tiefstwerte von um oder unter minus 5 Grad möglich. Und damit ist die Kaltluft gar nicht allzu weit von uns entfernt. Bleibt die Frage, wie lange es in Deutschland noch richtig frostig werden könnte.
Beantworten kann sie der Blick auf die Wetteraufzeichnungen der vergangenen Jahrzehnte. Selbst im Mai verzeichneten einige Berge in der Vergangenheit zweistellige Minusgrade, also strengen Frost. Generell nimmt die Gefahr von nächtlichem Frost aber im zweiten und dritten Maidrittel sukzessive ab. Geschuldet ist das natürlich einerseits der fortschreitenden Erwärmung, die die warmen Luftmassen immer weiter nordwärts schicken. Andererseits der zunehmenden Tageslänge, sodass die nächtlichen Frostphasen zum Mai und Juni hin immer kürzer und unwahrscheinlicher werden. Kurzum: Nachtfrost im Mai oder Juni ist eine ganz andere Nummer als Frost im Februar oder März, wenn es über viele Stunden in den Frostbereich gehen kann.
Auch wenn es hier und da eine kleine Nebelproblematik gibt, so scheint doch für die meisten von uns in klarer Luft die Sonne ziemlich ungehindert. Ein Umstand, der mit einer entsprechenden Sonnenbrandgefahr einhergeht. Die UV-Belastung ist dementsprechend in mittleren bis hohen Bereichen angesiedelt. Gut vorbereitet sollten ebenso die Allergiker unter uns sein, denen die Gräser Probleme bereiten. Während die Birkenpollen im Westen und Südwesten nämlich schon an Einfluss verlieren, erstarken jetzt bereits die Gräserpollen und damit ist die Natur im Vergleich zum langjährigen Mittel gut ein bis zwei Wochen voraus.