"Sofort Richtung Süden absetzen"Hunderte Menschen wegen Waldbrand in Spanien evakuiert

Der Wind dreht sich ungünstig und plötzlich müssen Hunderte Menschen fluchtartig das spanische Dorf Gátova in der Provinz Valencia verlassen. Der Waldbrand unweit des Dorfes wurde mutmaßlich durch einen Blitzeinschlag ausgelöst. Die Wälder sind durch Dürreperioden extrem leicht entflammbar.
Die Behörden der spanischen Region Valencia haben wegen eines näher rückenden Waldbrandes die Evakuierung des Ortes Gátova angeordnet. Mehrere Hundert Menschen sollten sich sofort Richtung Süden absetzen, lautete die Anordnung, die per automatischer Notfallbenachrichtigung auf alle Handys in dem Ort geschickt wurde.
Normalerweise habe Gátova etwa 450 Einwohner, deren Zahl sich in den Sommermonaten jedoch verdoppele, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass die Flammen bebautem Gebiet schon nahe gekommen waren. Dichter Rauch lag über dem kleinen Ort, wie ein RTVE-Reporter berichtete. Der Wind habe sich ungünstig gedreht, was es noch schwieriger mache, die Flammen zu löschen, so RTVE.
Blitzeinschlag löste Brand aus
Das Feuer im Naturpark der Sierra Calderona war nach diesen Informationen durch einen Blitzeinschlag ausgelöst worden. Die Militärische Kriseneinheit UME, zahlreiche Feuerwehren sowie Löschhubschrauber waren im Einsatz.
Dürre und Rekordtemperaturen, die auch eine Folge des Klimawandels sind, machen die Vegetation extrem leicht entflammbar. Nach Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) sind bei 425 Waldbränden in diesem Jahr in Spanien bereits mehr als 297.000 Hektar verbrannt, eine Fläche größer als das Saarland.