Panorama

Trump ruft Notstand aus Hurrikan "Isaias" trifft auf US-Ostküste

"Isaias" wütet zuerst über den Bahamas, nun erreicht der Wirbelsturm die USA. Die Bewohner mehrerer Bundesstaaten müssen mit Sturmfluten und Überschwemmungen rechnen. Ausläufer sollen in New York spürbar werden.

Wirbelsturm "Isaias" ist im US-Bundesstaat North Carolina auf Land gestoßen. Der Hurrikane traf in der Nacht (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern nahe der Küstenstadt Ocean Isle Beach auf Land, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) mitteilte. Das entspricht einem Hurrikan der Stufe eins, der niedrigsten Kategorie. US-Präsident Donald Trump rief den Notstand für Florida sowie North und South Carolina aus und machte damit den Einsatz von Bundesmitteln möglich. "Jeder muss wachsam bleiben", warnte er auf einer Pressekonferenz.

Hurrikan-Stärken

Die Kategorie eines Hurrikans bemisst sich auf der Saffir-Simpson-Skala anhand seiner Windgeschwindigkeit, der Größe der Flutwellen und dem Luftdruck im Zentrum des Wirbelsturms.

  • Kategorie 1 (schwach): bis zu 153 km/h, bis zu 1,6 Meter, über 980 Hektopascal (hPa)
  • Kategorie 2 (mäßig): bis zu 177 km/h, bis zu 2,5 Meter, bis zu 979 hPa
  • Kategorie 3 (stark): bis zu 209 km/h, bis zu 3,8 Meter, bis zu 964 hPa
  • Kategorie 4 (sehr stark): bis zu 249 km/h, bis zu 5,5 Meter, bis zu 944 hPa
  • Kategorie 5 (verwüstend): ab 250 km/h, über 5,5 Meter, unter 920 hPa

Das Wetteramt warnte die Bewohner der betroffenen Gebiete vor Sturmfluten, Überschwemmungen und gefährlich starken Winden. Auch Tornados seien möglich. Besonders betroffen waren zunächst Küstenbewohner an der Grenze zwischen den Bundesstaaten North und South Carolina. Dort sei es stellenweise zu Stromausfällen und Überschwemmungen gekommen, berichteten US-Medien.

Stromausfälle und überflutete Straßen

Der Wirbelsturm bewege sich mit rund 37 Stundenkilometern vorwärts, teilte das Hurrikanzentrum mit. Im Laufe des Tages soll er sich über North Carolina abschwächen und in Küstennähe nach Nordosten bis nach Maine an der kanadischen Grenze weiterziehen. Für mehrere Orte entlang der Küste galten Medienberichten zufolge Warnungen, darunter auch für die Städte Washington, Philadelphia und New York. In Teilen Manhattans seien zum Schutz vor Überschwemmungen Barrieren aufgestellt worden, meldete der Sender CNN. Dort werde mit Stromausfällen gerechnet.

In der Nacht zum Dienstag standen in der bei Urlaubern beliebten Stadt Myrtle Beach in North Carolina bereits Straßen und Geschäfte unter Wasser, wie die "Washington Post" berichtete. "Isaias" war am Samstag als Hurrikan über Teile der Bahamas hinweggezogen, schwächte sich auf dem Weg in Richtung der Ostküste Floridas aber wieder zu einem Tropensturm ab. Der Sturm war in Florida nicht auf Land getroffen, wurde dann aber wieder zu einem Hurrikan hochgestuft.

Der Sturm bedeutet eine zusätzliche Belastung in der Corona-Pandemie. Die USA sind das am stärksten vom Virus betroffene Land. Insgesamt wurden mehr als 4,7 Millionen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 155.000 Menschen starben.

Quelle: ntv.de, bad//hul/dpa/AFP

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