Panorama

Meteorologen gehen die Namen aus Hurrikan "Zeta" trifft auf US-Südküste

Experten zufolge steigt die Intensität tropischer Wirbelstürme aufgrund des Klimawandels. Hurrikan "Zeta" ist der elfte Hurrikan, der 2020 auf die US-Küste trifft - neuer Rekord. Bei der Benennung der Stürme müssen die Meteorologen ungewöhnliche Wege gehen.

Zum elften Mal in diesem Jahr ist ein Hurrikan in den USA auf Land getroffen und hat damit einen Rekord aufgestellt: Begleitet von heftigen Regenfällen und mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometern pro Stunde traf "Zeta" als Hurrikan der Stufe 2 auf die US-Golfküste im Bundesstaat Louisiana nahe der Metropole New Orleans, wie das US-Hurrikanzentrum NHC mitteilte.

Videos zeigten heftigen Regen in der Region im Süden der USA. Meteorologen warnten dabei zudem vor Tornados. Entlang der Golfküste zwischen dem Südosten Louisianas bis in den Westen Floridas wurde unter anderem auch vor gefährlichen Sturmfluten gewarnt. Louisianas Gouverneur John Bel Edwards hatte die Bevölkerung auf Twitter gewarnt: "Sie sollten Ihre Vorbereitungen abschließen." Hurrikan "Zeta" hatte in den vergangenen Tagen in Teilen der Yucatán-Halbinsel im Südosten Mexikos Bäume und Strommasten umstürzen lassen und Überschwemmungen sowie Stromausfälle verursacht.

"Zeta" ist bereits der 28. namentlich verzeichnete Sturm der diesjährigen atlantischen Sturmsaison, die von Juni bis November dauert. Wegen der Vielzahl an Stürmen in der laufenden Saison mussten die Meteorologen bei den Namen bereits eine selten angewendete Lösung nutzen. Die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, sind bereits aufgebraucht. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig war. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

Louisiana wurde in dieser Hurrikan-Saison besonders häufig von Wirbelstürmen getroffen. Erst Mitte Oktober war der Sturm "Delta" in dem Bundesstaat auf Land getroffen und hatte in weiten Teilen für Stromausfälle gesorgt.

Quelle: ntv.de, tsi/AFP/dpa