Panorama

Weniger Spenden für ALS-Kranke "Ice Bucket Challenge" steht vor Comeback

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Deutsche Schwimmer bei der "Ice Bucket Challenge" 2014.

(Foto: picture alliance / dpa)

2014 wird die "Ice Bucket Challenge" zu Gunsten der ALS-Forschung zum viralen Hit und sorgt für großes Spendenaufkommen. Nun soll die Aktion wiederholt werden, um an den Erfolg des Vorjahres anzuknüpfen. Denn die Spendenbereitschaft sinkt.

Die "Ice Bucket Challenge" löste im Sommer 2014 einen Hype im Internet aus - nun soll die Aktion zugunsten von ALS-Kranken eine Neuauflage bekommen. "Im vergangenen August wurde die 'Ice Bucket Challenge' viral", teilte die ALS Association mit. "Und sie muss in jedem August wiederholt werden, bis ein Heilmittel gefunden wird."

Amyotrophe Lateralsklerose - ALS

ALS führt zu Nervenzerstörungen und fortschreitenden Muskellähmungen. Die seltene Krankheit ist tödlich. Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Über die genauen Ursachen und Mechanismen der Nervenkrankheit ist noch wenig bekannt.

ALS ist zwar nicht heilbar, aber zu behandeln, wobei sich der Patient darauf einstellen muss, im gelähmten Körper eingeschlossen zu sein. Der Physiker Stephen Hawking lebte dank künstlicher Beatmung seit Jahrzehnten mit ALS und starb im Alter von 76 Jahren.

Die US-Organisation will Ende Juli im großen Stil dazu aufrufen, die Aktion zu wiederholen. Teilnehmer hatten sich dabei in Internetvideos Eiswasser aus einem Kübel über den Kopf geschüttet - und zu Spenden für Menschen mit der Nervenkrankheit ALS aufgerufen. Auch der Leiter der Berliner ALS-Ambulanz, Thomas Meyer, hält eine Wiederholung für sinnvoll. "Ich bin aber nicht sicher, inwieweit sich die Umstände und Erfolge der 'Ice Bucket Challenge' des letzten Sommers auch nur annäherungsweise wiederholen lassen."

Bis Mitte dieses Jahres kamen dort 150.000 Euro Spenden zusammen - im Jahr der "Ice Bucket Challenge" waren es 1,6 Millionen Euro.

Quelle: ntv.de, kbe/dpa