Panorama

Kongo meldet nächsten Fall In Goma wächst Furcht vor Ebola-Epidemie

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Medizinisches Personal in Schutzanzügen versorgt an Ebola erkrankte Patienten in einer Isolierstation. Die Ebola-Epidemie ist vor rund einem Jahr im Osten Kongos ausgebrochen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der erste registrierte Ebola-Patient liegt Wochen zurück, der zweite Fall nur einen Tag - und nun wird bereits der dritte an dem tödlichen Virus Erkrankte in der kongolesischen Großstadt Goma gemeldet. Das schürt Ängste vor einer Epidemie.

In der kongolesischen Großstadt Goma ist ein dritter Ebola-Fall registriert worden. Das Virus sei in einem Ebola-Behandlungszentrum bei einem Patienten bestätigt worden, sagte Anti-Ebola-Koordinator Aruna Abedi. Erst in der Nacht auf Mittwoch war ein Ebola-Patient in Goma gestorben. Es war der zweite registrierte Fall in der Großstadt im Osten des zentralafrikanischen Landes.

Die Vorfälle lassen die Furcht vor einer Epidemie in Goma wachsen. Die Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt nahe der Grenze zu Ruanda ist dicht besiedelt und gilt wegen ihres Flughafens als Knotenpunkt für den internationalen Verkehr in Afrika.

Isolation von Patienten schwierig

Gesundheitsexperten fürchten den Ausbruch der Epidemie in Großstädten, weil die Isolation von Patienten dort schwieriger ist als auf dem Land. Der erste Ebola-Todesfall in Goma war am 16. Juli aufgetreten. Am Tag danach rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der Epidemie den internationalen Gesundheitsnotstand aus.

Die Epidemie war im August des vergangenen Jahres in der Gegend von Butembo in der Provinz Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen. Seitdem sind laut offiziellen Zahlen vom Mittwoch mehr als 1800 Menschen in der Region an dem Virus gestorben.

Quelle: ntv.de, bad/AFP

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