Panorama

Erfundene Mount-Everest-TourIndische Polizei feuert Betrügerpaar

08.08.2017, 21:16 Uhr
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Ein kurioser Schwindel um die gelungene Erklimmung des Mount-Everest-Gipfels kostet ein indisches Ehepaar seinen Job. (Foto: REUTERS)

Sie wollten hoch hinaus, sind aber nur tief gefallen: Ein indisches Polizistenpaar erschleicht sich mit gefälschten Fotos das Zertifikat für die Gipfelbesteigung des Mount Everests. Als die Täuschung auffällt, verlieren sie nicht nur die Bescheinigung, sondern auch ihre Jobs.

Weil sie eine erfolgreiche Besteigung des Mount Everest vorgetäuscht haben, verlor ein indisches Polizistenpaar seinen Job. Das Ehepaar aus der Stadt Pune, hatte im Mai vergangenen Jahres behauptet, den 8848 Meter hohen Berg erfolgreich erklommen zu haben und legte sogar Gipfelfotos vor. Doch schon rasch gab es Zweifel an der Echtheit der Bilder. Andere Bergsteiger wiesen nach, dass angebliche Gipfelfotos manipuliert waren. Interne Ermittlungen hätten die Fälschung bestätigt, teilte die Polizei im westindischen Pune mit. Dinesh and Tarakeshwari Rathod wurden vergangenen Samstag gefeuert.

Seine Kollegen hätten die Medien belogen, die Regierungen Indiens und Nepals betrogen sowie Fotos gefälscht, um zu zeigen, dass sie den höchsten Berg der Welt bezwungen hätten - "was sie in Wirklichkeit nicht taten", sagte Kommissar Sahebrao Patil.

Motiv bleibt im Dunkeln

Das nepalesische Tourismusministerium hatte dem Paar zunächst eine Bescheinigung über die erfolgreiche Besteigung des Mount Everest am 23. Mai 2016 ausgestellt. Als der Betrug aufgedeckt wurde, haben die Behörden des Himalaya-Staats ihnen nicht nur das Zertifikat aberkannt, sondern auch ein zehnjähriges Kletterverbot gegen die Inder verhängt. Nach dem Vorfall wurde das bisherige Bescheinigungsverfahren auf den Prüfstand gestellt.

Das Motiv für die Lügen-Geschichte ist unklar. "Als wir sie fragten, warum sie das taten, gab es keine zufriedenstellende Antwort", sagte ein Polizeisprecher.

Quelle: hny/dpa/AFP

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