Panorama

Flugverkehr vorerst eingestellt Indonesischer Vulkan spuckt wieder Asche

RTS34HPK.jpg

Die Bevölkerung wurde aufgerufen, dem Merapi nicht näher als drei Kilometer zu kommen.

(Foto: REUTERS)

Der Merapi ist der aktivste unter den insgesamt fast 130 Vulkanen im Inselstaat Indonesien. Bei seinem letzten großen Ausbruch kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Nun ist über dem Berg wieder eine 6000 Meter hohe Aschewolke zu sehen. Die Bevölkerung soll dem Vulkan vorerst fernbleiben.

Der aktivste Vulkan Indonesiens ist ausgebrochen. Über dem Merapi stieg eine rund 6000 Meter hohe Aschewolke auf. Im Umkreis von bis zu zehn Kilometern regnete eine Mischung aus Asche und Sand auf Ortschaften herab. Der Krater liegt in der Nähe der Stadt Yogyakarta. "Es gab ein etwa fünf Minuten langes donnerndes Geräusch und ich konnte die Aschewolken von meinem Haus aus sehen", sagte Jarmaji, ein Bewohner des Landkreises Boyolali.

*Datenschutz

Die Behörden veröffentlichten zunächst keine Alarmstufe. Vorübergehend wurde jedoch der internationale Flughafen der Stadt Solo geschlossen, der etwa 40 Kilometer von dem Vulkan entfernt liegt.

Die Bevölkerung wurde aufgerufen, dem Merapi nicht näher als drei Kilometer zu kommen. Es bestehe Gefahr durch Lava und sogenannte pyroklastische Ströme - eine Mischung aus glühendem Gestein, heißem Gas und Asche. Pyroklastische Ströme bewegen sich sehr viel schneller vorwärts als Lavaströme, so dass Anwohnern oft keine Zeit bleibt sich zu retten.

Der Merapi gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Bei seinem bislang letzten großen Ausbruch im Jahr 2010 waren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Rund 280.000 Menschen mussten damals ihre Häuser verlassen.

Indonesien mit seinen fast 130 Vulkanen liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen tektonische Platten aufeinander, so dass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.

Quelle: ntv.de, agr/AFP