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Jugendwort des Jahres "Isso" ist es nicht

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Der Begriff kommt aus der Hip Hop-Sprache.

(Foto: dpa)

Wie sprechen junge Leute und welche Worte verwenden sie, die Ältere vielleicht gar nicht verstehen? Das Jugendwort soll darauf Antworten liefern. In diesem Jahr gibt es einen Überraschungssieger, der bei der Online-Abstimmung weit abgeschlagen landete.

"Fly sein" ist das "Jugendwort des Jahres". Es bedeute, jemand oder etwas "geht besonders ab", teilte der Langenscheidt-Verlag in München mit. Zur Auswahl hatten 30 Begriffe gestanden, die zeigen sollen, wie die Jugend von heute spricht.

Eine 20-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung hatte "fly sein" nur 4,4 Prozent der Stimmen erreicht. Spitzenreiter war der Begriff "isso" als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas mit 20 Prozent, vor "Vollpfostenantenne" für Selfiestick mit 12,79 Prozent und "Hopfensmoothie" für Bier mit 11,31 Prozent.

"Vollpfostenantenne" wurde nach Angaben der Jury-Mitglieder, die nicht an die Ergebnisse der Abstimmung gebunden sind, schnell aussortiert, weil er zu wenig kreativ schien. "Den benutzt auch mein Papa", sagte Isabelle Deckert von der ProSieben-Sendung "Taff", die mit im Gremium saß.

Der Sieger setzte sich in der Jury-Debatte gegen "bae" (kurz für "before anyone else"), "Hopfensmoothie" für Bier und "Bambusleitung" für eine langsame Internetverbindung durch. "Hopfensmoothie" fiel nach Angaben des 19-jährigen Maximilian Knab aus, weil Alkohol nicht verherrlicht werden soll. "Tindergarten" für eine Sammlung von Online-Dating-Kontakten hatte keine Chance, weil "13-/14-Jährige keinen Tindergarten haben sollten". "Vollpfostenantenne" als Bezeichnung für einen Selfiestick fiel bei der Jury durch, "weil heute keiner mehr Vollpfosten sagt".

Kommt erst

"Fly sein" komme aus der Hip-Hop-Sprache und finde gerade erst seinen Eingang in die Jugendsprache. "Es ist ein Phänomen des Jahres 2016", sagte die Sprachwissenschaftlerin Susanne Schräder. Knab und der 18 Jahre alte Julian Prechtl, die ebenfalls in der Jury saßen, haben das Wort zwar schon mal gehört, wie sie sagten, aber noch nie benutzt.

Im vergangenen Jahr war "Smombie" - ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie - zum "Jugendwort des Jahres" gewählt worden. Die jährliche Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags.

Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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