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WHO: Europa ist Epizentrum Italien meldet größten Anstieg der Totenzahl

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In Italien haben die Behörden bislang mehr als 17.500 Infektionen registriert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Innerhalb eines Tages steigt in Italien die Zahl der Corona-Toten um 250. Das ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Krise. Deren weltweites Zentrum liegt nach Ansicht der WHO inzwischen in Europa.

In Italien verschärft sich die Lage angesichts des Corona-Virus weiter dramatisch. Am Freitag meldeten die Behörden 250 weitere Todesfälle. Es ist der höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Zählungen. Damit seien in Italien inzwischen 1266 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Die Zahl der Infektionen hat sich derweil auf 17.660 erhöht - das waren 2547 mehr als am Vortag.

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Unterdessen sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Europa inzwischen als "Epizentrum" der Coronavirus-Pandemie. "Europa ist nun zum Epizentrum der Pandemie geworden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die betroffenen Länder rief er auf, "zu erkennen, zu isolieren, zu testen und jeden Fall zu behandeln".

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In Europa werden laut WHO inzwischen pro Tag mehr Fälle gemeldet als in China während des dortigen Höhepunkts der Corona-Krise. Die weltweit mehr als 5000 Toten durch das Coronavirus seien "ein tragischer Einschnitt", sagte der WHO-Chef.

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Bislang haben sich laut WHO weltweit mehr als 130.000 Menschen mit dem Virus angesteckt. Demnach ist bislang noch nicht absehbar, wann die Pandemie ihren Höhepunkt erreicht und wann mit einer Umkehr zu rechnen ist.

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"Es ist für uns unmöglich zu sagen, wann der globale Höhepunkt erreicht sein wird", sagte Maria Van Kerkhove, die bei der WHO die Abteilung für neu auftretende Krankheiten leitet. "Wir hoffen, dass es eher früher als später der Fall sein wird", fügte sie hinzu.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa