Panorama
Ein Tiger-Python schlängelt sich durch einen Erlebnistierpark in Sachsen-Anhalt. Das Tier im Bild ist allerdings nur halb so groß, wie die Python in Florida.
Ein Tiger-Python schlängelt sich durch einen Erlebnistierpark in Sachsen-Anhalt. Das Tier im Bild ist allerdings nur halb so groß, wie die Python in Florida.(Foto: Hendrik Schmidt)
Donnerstag, 08. November 2018

Bedrohliche Exoten in Florida: Jäger fangen riesige Würgeschlange

In Asien ist der Tigerpython vom Aussterben bedroht, in Florida wird die Schlange zur Plage und zur Gefahr für die einheimische Tierwelt: In den Everglades geht Jägern ein besonders großes Exemplar in die Falle. Die mächtige Würgeschlange ist mehr als fünf Meter lang.

Schlangenjäger haben im Nationalpark Everglades in Florida eine rekordverdächtige Würgeschlange gefangen. Das Reptil erreichte eine Länge von 5,3 Metern und ein Gewicht von rund 60 Kilogramm. Damit handelt es sich nach Einschätzung von Vertretern der Umweltbehörde um ein außergewöhnlich großes Exemplar.

Bilderserie

Die Schlange wird ihre Begegnung mit den Menschen voraussichtlich nicht überleben. Der rekordverdächtige Tigerpython werde nun vermutlich eingeschläfert, berichteten lokale Medien.

In Asien ist der Tigerpython vom Aussterben bedroht, dagegen gilt die Würgeschlange in Florida inzwischen als Plage. Erste freigelassene Haustiere haben sich in den Sümpfen Floridas mangels natürlicher Feinde rasant vermehrt. Weil sie in den klimatischen Bedingungen hervorragend zurechtkommen, entwickelt sich der Tigerpython mehr und mehr zur Bedrohung für die einheimische Tierwelt.

Um andere Tierarten zu schützen, dürfen die exotischen Schlagen daher gejagt werden. Die Behörden veranstalten dazu sogar jährlich Wettbewerbe mit Geldpreisen für die erfolgreichsten Pythonjäger.

Auch in den angestammten Verbreitungsgebieten der Schlangenart wie etwa Thailand kommt es immer wieder vor, dass die Schlangen in Gebäuden auftauchen - manchmal sogar aus der Toilette. So wurde beispielsweise Anfang Oktober ein Python in einem Supermarkt in Thailand gefunden.

Allein in der Hauptstadt Bangkok mussten die Notdienste im vergangenen Jahr mehr als 30.000 Mal ausrücken, um Kriechgetier kleinerer und größerer Art einzusammeln. In Thailand gehen die Behörden mit Pythons und anderen Schlangenfunden anders um: Normalerweise, heißt es, werden die gefangenen Tiere in freier Wildbahn wieder freigelassen.

Datenschutz

Quelle: n-tv.de