Panorama

Jobkiller Zigarette Japanische Uni stellt nur Nichtraucher ein

Eine Zigarette wird in einem Aschenbecher ausgedrückt. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Bewerber, die versprechen, vor Jobantritt mit dem Rauchen aufzuhören, werden noch eingestellt.

(Foto: dpa)

Bislang gilt Japan als Raucher-Paradies, fast überall darf gequalmt werden. Für die Nagasaki-Universität gilt das allerdings nicht: Ab August soll der gesamte Campus rauchfrei sein. Dozenten, die zur Zigarette greifen, werden gar nicht erst eingestellt.

Eine japanische Universität stellt keine Dozenten mehr ein, die Raucher sind. "Wir denken, dass Raucher nicht im Bildungsbereich arbeiten sollten", sagte ein Sprecher der Nagasaki-Universität. Ab August will die Universität zudem das Rauchen auf dem gesamten Campus verbieten und eine Entwöhnungsklinik eröffnen.

Bewerber, die versprechen, vor ihrem Jobantritt mit dem Rauchen aufzuhören, würden aber noch eingestellt, sagte der Sprecher. Einen Verstoß gegen Anti-Diskriminierungs-Gesetze sehe die Universität darin nicht. Die Verwaltung habe sich rechtlich beraten lassen.

Japan gilt bislang als Raucher-Paradies. In nahezu allen Restaurants und Bars des Inselstaats darf gequalmt werden. Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2020 ist zwar ein Gesetz geplant, dass das Rauchen deutlich einschränken soll. Es sieht aber unter anderem Ausnahmen für kleine Restaurants vor.

Die Stadt Tokio erließ im vergangenen Jahr hingegen strenge Rauchergesetze. Sie verbieten künftig das Rauchen in allen Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und Restaurants der japanischen Hauptstadt.

*Datenschutz

 

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP

Mehr zum Thema