Panorama

26-Jähriger festgenommen Junge Britin in Neuseeland ermordet

Grace Millane hat den Studienabschluss in der Tasche und ihr Leben noch vor sich, als sie zu einem Trip aufbricht, der sie in einem Jahr um die Welt führen soll. Doch in Neuseeland findet ihre Reise ein grausames Ende.

Eine Woche nach dem Verschwinden einer britischen Backpackerin in Neuseeland hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 26-Jährige werde des Mordes an der 22-jährigen Grace Millane beschuldigt, teilte die neuseeländische Polizei mit. Inzwischen fand die neuseeländische Polizei in einem Wald westlich von Auckland auch eine Leiche.

Millane war vor einer Woche in Neuseeland verschwunden. Zuletzt war sie in einem Hotel im Stadtzentrum von Auckland mit einem Mann gesehen worden, den sie offenbar wenige Stunden zuvor getroffen hatte. Britische Medien berichten, es habe sich um ein Tinder-Date gehandelt. Der festgenommene 26-Jährige wurde laut Polizei am Samstag stundenlang verhört. Am Montag soll er einem Richter vorgeführt werden.

Die Polizei geht aufgrund der bisherigen Ermittlungen davon aus, dass die Backpackerin tot ist. "Vor kurzer Zeit haben wir eine Leiche gefunden, von der wir glauben, dass sie Grace ist", sagte der Ermittler Scott Beard. "Der formale Identifizierungsprozess wird jedoch jetzt stattfinden. Basierend auf den Beweisen, die wir in den letzten Tagen gesammelt haben, glauben wir, dass dies Grace ist." Mit Grace waren auch einige ihrer Sachen verschwunden, unter anderem ihr Pass.

Millane wollte nach ihrem Studienabschluss ein Jahr um die Welt reisen. Zwei Wochen vor ihrem Verschwinden war sie in Neuseeland gelandet, zuvor war sie mit einer Reisegruppe in Südamerika unterwegs gewesen. Mit ihrer Familie war sie während ihrer Reise täglich in Kontakt geblieben - bis zum Abend vor ihrem 22. Geburtstag am vergangenen Wochenende.

Ihr Vater, der seine Tochter bei der neuseeländischen Polizei als vermisst gemeldet hatte, traf am Freitag in Neuseeland ein. Bei einer emotionalen Pressekonferenz beschrieb er seine Tochter als "lebenslustig, kontaktfreudig und familienorientiert". Bis zu jenem Abend habe sie die Familie geradezu bombardiert mit Fotos und Nachrichten über ihre Abenteuer.

Quelle: n-tv.de, ino/AFP

Mehr zum Thema