Panorama

Corona-"Alarmglocken" schrillen Kalifornien macht beliebte Strände dicht

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Corona? Chillen!

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die Sonne scheint, ab an den Strand. Corona? Egal. In Kalifornien sorgen Bilder von Menschenmassen im Sand für drastische Maßnahmen. Der US-Bundesstaat sperrt gleich mehrere Strände. Ein Lokalpolitiker schimpft - und argumentiert absurd.

In Kalifornien werden ab sofort wieder einige Strände geschlossen. Die Regelung betreffe nur den Bezirk Orange County, erklärte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom. Der Gouverneur reagierte damit auf den Andrang an einigen Stränden bei sonnigem Wetter am vergangenen Wochenende. Die Bilder von den Menschenmassen hätten bei ihm "die Alarmglocken schrillen lassen", sagte Newsom.

Er forderte die Kalifornier auch dringend auf, sich weiterhin an die im März verhängten Ausgangsbeschränkungen zu halten. Dies sei notwendig, um Leben zu retten. Mehrere kalifornische Küstenstädte haben ihre Strände trotz der Ausgangssperre offen gelassen.

*Datenschutz

Don Wagner von der Bezirksverwaltung von Orange County wertet die Entscheidung von Newsom als "Überreaktion" und unklug. Mediziner hätten bestätigt, "wie wichtig frische Luft und Sonnenlicht bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten sind", so Wagner. Auch für die psychische Gesundheit sei dies von Vorteil.

Irreführende Bilder

Die Polizei- und Feuerwehrchefs von Newport Beach erklärten derweil, die Bilder vom vergangenen Wochenende seien irreführend. Die überwiegende Mehrheit der Besucher habe sich an die Abstandsregeln gehalten.

In Kalifornien wurden bislang nach offiziellen Angaben rund 49.000 Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie liegt dort bei fast 2000. Landesweit wurden bislang knapp 63.000 Todesopfer registriert.

Quelle: ntv.de, tno/AFP