Panorama

Kampf gegen AbwanderungSpanisches Dorf bietet kostenloses Wohnen - und festen Job

08.04.2026, 21:24 Uhr
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Das Dorf Arenillas in Kastilien und León sucht nach neuen Bewohnern. (Foto: Ayuntamiento de Arenillas)

Dass vom Aussterben bedrohte Dörfer mit kostenlosen oder sehr billigen Wohnungen um neue Bewohner werben, kommt immer wieder vor. Doch oft gibt es vor Ort kaum Jobs. Ein Dorf in Spanien bietet nun ein Paket, das Wohnen und Arbeit gleich mitliefert.

Nur noch wenige Menschen leben in Arenillas, einem kleinen Dorf in der spanischen Provinz Soria. Das soll sich jedoch ändern. Die Gemeinde, die mit Abwanderung zu kämpfen hat, hat einen Plan. Laut spanischen Medienberichten ist das mit dem Auto rund zweieinhalb Stunden nördlich von Madrid gelegene Dorf in der Autonomen Region Kastilien und León auf der Suche nach Freiwilligen, die zuziehen sollen.

Soria ist einem Bericht der Zeitung "Diario AS" zufolge eine der spanischen Provinzen, die am stärksten unter einem Bevölkerungsrückgang leidet. In Arenillas sollen derzeit nur noch rund 40 Personen leben. Daher suche die Gemeinde mit einem Aufruf nach Menschen, bestenfalls Familien, die dort hinziehen möchten.

Versprochen wird demzufolge nicht nur eine kostenlose Unterkunft, sondern auch eine Beschäftigung. So seien über die vergangenen Jahre mehrere Häuser saniert worden, von denen eines den neuen Bürgerinnen oder Bürgern zur Verfügung gestellt werden soll. Das Haus sei voll ausgestattet und es werde keine Miete fällig, alles werde von den örtlichen Behörden organisiert. Bezahlt werden müssten lediglich die Kosten, die beim Bewohnen entstehen.

Daneben werde auf Wunsch auch eine unbefristete Anstellung als Maurer geboten. Der Job, bei dem sich die jeweilige Person um die Instandhaltung und Sanierung kommunaler Gebäude kümmern soll, soll ein sicheres Einkommen gewährleisten. Alternativ stehe auch eine gute Internetverbindung zur Verfügung, die es neuen Bewohnerinnen und Bewohnern etwa auch ermögliche, mobil zu arbeiten.

Es sei wünschenswert, wenn sich Familien bewerben, heißt es. Eine Regionalschule gibt es demnach etwa 20 Kilometer entfernt in Berlanga de Duero. Die Gemeinde sucht keine Menschen, die nur Urlaub machen oder schon in Kürze weiterreisen möchten, sondern Personen, die langfristig ortsansässig werden möchten und mit einem Leben auf dem Land klarkommen. Die Gemeinde soll wieder wachsen, weshalb gerade junge Familien wohl perfekt wären.

Entsprechend ist auch die Rede davon, dass diejenigen, die ins Dorf ziehen, bestenfalls die Leitung einer Bar oder eines Gemeindezentrums übernehmen - als Orte, die ein fester Treffpunkt für alle vor Ort werden können und in denen die Dorfgemeinde etwa auch Feiern veranstalten kann. Verpflichtend sei dies aber nicht. Bei Interesse soll man sich an die Gemeinde wenden.

Quelle: ntv.de, uzh/spot