Panorama

Gefahrenzone evakuiert Karibikvulkan La Soufrière spuckt Feuer

Als der Vulkan La Soufrière vor knapp 120 Jahren ausbrach, kamen 1500 Menschen ums Leben. Inzwischen sind die Bewohner der Karibikinsel St. Vincent der Naturgewalt nicht mehr so hilflos ausgeliefert. Die Behörden waren auf den neuerlichen Ausbruch vorbereitet.

Auf der Karibikinsel St. Vincent ist der Vulkan La Soufrière ausgebrochen. Eine bis zu acht Kilometer hohe Rauchsäule steige über dem Berg im Norden der Insel auf, teilte die Katastrophenschutzbehörde Nemo mit. Am Internationalen Flughafen Argyle im Süden der Insel ging Ascheregen nieder. Nemo rief alle Anwohner dazu auf, die Gefahrenzone rund um den Vulkan sofort zu verlassen.

An dem Vulkan waren zuvor unterirdische Erschütterungen festgestellt worden, die darauf hindeuteten, dass sich Magma zur Erdoberfläche bewegte. Bereits am Donnerstag hatte die Regierung des Inselstaats St. Vincent und die Grenadinen mit der Evakuierung der sogenannten Roten Zone rund um den Vulkan begonnen.

Die Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean International und Celebrity Cruises schickten zwei Schiffe in die Region, um Menschen aus der Gefahrenzone in Sicherheit zu bringen. Die jamaikanische Regierung bot den Behörden in St. Vincent und den Grenadinen ihre Unterstützung an.

Der 1178 Meter hohe La Soufrière ist der einzige aktive Vulkan auf St. Vincent. Bei einem Ausbruch waren 1902 etwa 1500 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt war er 1979 ausgebrochen. Die aktuelle vulkanische Aktivität begann nach Nemo-Angaben im Dezember.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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