Panorama

Die Winterzeit kommt Kaum jemand hält Zeitumstellung für sinnvoll

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Die Uhrzeiger werden umgestellt. Der eigene Biorhythmus zieht erst mit Verzögerung nach.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Am Sonntag kann Deutschland erst ausschlafen und sich dann über den kurzen Tag wundern, weil es so früh dunkel wird. Die Zeitumstellung steht an. Aber vier von fünf Deutschen lehnen sie ab. Vor allem Frauen haben mit dem Zeitenwechsel offenbar ihre Probleme.

Die eigentlich vom EU-Parlament und der EU-Kommission beschlossene Abschaffung der Zeitumstellung ist nicht absehbar. Dabei ist zumindest das Votum der Bundesbürger eindeutig: 80 Prozent der Deutschen halten sie für überflüssig und meinen, dass sie abgeschafft werden sollte. Das geht aus einer Umfrage für RTL aktuell hervor, wofür Forsa 2501 Menschen befragte. Gegenüber einer Umfrage aus dem Jahr 2017 bedeutet dies einen Zuwachs der Zeitumstellung-Gegner um elf Prozentpunkte. Nur 18 Prozent der Befragten sprachen sich in der aktuellen Umfrage für die Beibehaltung aus.

Während es zwischen Ost und West keine Unterschiede gibt und alle Altersgruppen ab 30 Jahren zu jeweils mehr als 80 Prozent gegen die Zeitumstellung sind, gibt es eine große Differenz zwischen den Geschlechtern: 86 Prozent der Frauen lehnen die Zeitumstellung ab. 24 Prozent der befragten Männer aber halten sie für sinnvoll.

Dagegen ist das Meinungsbild weniger eindeutig, wenn es um die bevorzugte Zeit geht. Bei einer Abschaffung der Zeitumstellung würden 41 Prozent lieber die Winterzeit beibehalten. Die Sommerzeit bevorzugen 40 Prozent der Befragten. So gesehen halten sich Leid und Freud die Waage, wenn in der Nacht zu Sonntag die Uhren um eine Stunde zurückgestellt werden. Am Sonntag wird es dann früher dunkel als noch am Samstag. Wenn die Menschen am Montagmorgen zur Arbeit gehen, haben einige schon Licht, die am Freitag noch im Dunkeln standen.

Quelle: ntv.de, shu