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Massaker in Mexiko Killer töten 14 Polizisten in Hinterhalt

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Die Polizeiwagen wurden nach dem Angriff in Brand gesetzt.

(Foto: AP)

In Mexiko überfallen Bewaffnete einen Polizeikonvoi und erschießen mehrere Beamte. Anschließend setzen die Angreifer die Fahrzeuge in Brand und hinterlassen eine Notiz. Die Behörden machen ein Drogenkartell für das Blutbad verantwortlich. Aber auch gegen die Polizei wird ermittelt.

Mutmaßliche Angehörige eines Drogenkartells haben in Mexiko mindestens 14 Polizisten umgebracht. Sie überfielen am Montag einen Konvoi der Polizei des Bundesstaates Michoacán im Ort Aguililla, knapp 600 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt, wie die Sicherheitsbehörden mitteilten. Bilder, die im Internet kursierten, zeigten Polizeiwagen in Flammen und mit zahlreichen Einschusslöchern.

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An mindestens zwei Autos der Sicherheitskräfte waren Schilder angebracht, die mit dem Namen des Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) unterschrieben waren. Darauf standen Drohbotschaften gegen Polizisten geschrieben, die rivalisierende Banden unterstützten. Örtlichen Medienberichten zufolge reagierten die Polizisten auf einen Notruf, als die Angreifer aus gepanzerten Fahrzeugen heraus das Feuer eröffneten. Anschließend setzten sie demnach mehrere Polizeifahrzeuge in Brand. Der Gouverneur von Michoacán, Silvano Aurelos, kündigte in einer Pressekonferenz Ermittlungen gegen die Polizei von Aguililla an.

In Michoacán, einem Staat mit einem Küstenabschnitt am Pazifik, herrscht ein Revierkampf zwischen mehreren Verbrecherorganisationen. In Mexiko gab es im vergangenen Jahr fast 36.000 Morde. Die seit Jahren hohen Gewaltraten in dem lateinamerikanischen Land gehen zu einem großen Teil auf das Konto von Banden wie dem mächtigen Kartell CJNG, die in Drogenhandel sowie in Entführung und Erpressung verwickelt sind. Die Banden haben oft Verbindungen zu örtlichen Sicherheitskräften.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/AFP

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