Beherzter EinsatzKinder retten Zweijährigem im Freibad das Leben

In einem Freibad werden Kinder auf einen zweijährigen Jungen aufmerksam, der offenbar bewusstlos im Wasser treibt. Sie handeln sofort und retten dem Kind damit das Leben.
Vier Kinder haben im rheinland-pfälzischen Daaden einen zweijährigen Jungen nach einem Badeunfall im örtlichen Freibad gerettet. Die spielenden Sieben- und Achtjährigen entdeckten im Nichtschwimmerbecken das regungslos im Wasser treibende Kleinkind, wie die Polizei mitteilte.
Sie drehten den Jungen demnach um und ein Siebenjähriger trug ihn eigenhändig aus dem Wasser, während sie um Hilfe riefen. Die lebensgefährliche Situation hätten sie sofort erkannt.
Zwei herbeieilende Ersthelfer, der Schwimmmeister und ein zufällig privat anwesender Rettungssanitäter, begannen den Angaben nach sofort mit der Wiederbelebung, bis Rettungsdienst und Rettungshubschrauber vor Ort waren. Nach ärztlicher Einschätzung befindet sich der Zweijährige inzwischen außer Lebensgefahr. Bleibende Schäden seien demnach nicht zu erwarten. Polizei und Rettungskräfte würdigten das schnelle und beherzte Eingreifen der Kinder und der Ersthelfer.
2025 sind in Deutschland laut DLRG 13 Kinder im Alter bis zehn Jahre ertrunken. Die meisten kleinen Kinder in Deutschland ertrinken aber nicht im Freibad, sondern im häuslichen oder halb-privaten Umfeld - vor allem in Badewannen, Planschbecken, Gartenteichen, Regentonnen und sehr flachen Gewässern. Mit zunehmendem Alter verlagert sich das Risiko auf Seen, Teiche, Flüsse und andere offene Gewässer.