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Mann muss Ämter ruhen lassen Kirche reagiert auf Missbrauchsvorwurf

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Dom zu Eichstätt: Der Domkapitular lässt aufgrund von Missbrauchsvorwürfen seine Ämter und Funktionen ruhen.

(Foto: imago/Winfried Rothermel)

Einem ehemaligen Vatikan-Diplomaten wird vorgeworfen, gegen einen Mitarbeiter sexuell übergriffig gewesen zu sein. Nun reagiert die Kirche - der Mann soll bis zur Klärung des Falls alle Ämter ruhen lassen und darf nicht mehr als Priester in der Öffentlichkeit auftreten.

Ein möglicher Missbrauchsfall erschüttert das Bistum Eichstätt und den Vatikan. Einem ehemaligen Vatikan-Diplomaten werden Übergriffe auf einen Angestellten vorgeworfen. Sein letztes Amt hatte der Mann als Domkapitular im Bistum Eichstätt inne. Das Bistum reagiert nun auf die Vorwürfe.

Laut Recherchen der "Bild"-Zeitung soll der Beschuldigte gegenüber einem ihm unterstellten katholischen Priester im Vatikan über Jahre sexuell übergriffig gewesen sein, als er dort als Diplomat tätig war. Der Mann weist die anonym erhobenen Vorwürfe als falsch zurück.

Bischof Gregor Maria Hanke ist mit seinem Generalvikar zur Klärung der Vorwürfe nach Rom gereist, meldet die Zeitung. Der Bischof wolle den Fall "lückenlos aufklären". Mittlerweile hat das Bistum weitere konkrete Schritte gegen den bisherigen Domkapitular eingeleitet: Laut einem Bericht des Senders "Domradio" muss er bis zur Aufarbeitung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe alle Ämter und Funktionen ruhen lassen und darf nicht mehr in der Öffentlichkeit auftreten. Für seine Aufgaben im Ordinariat und dem Domkapitel wurde bereits eine kommissarische Vertretung benannt.

Quelle: n-tv.de, sgu

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