Panorama

"In einem stabilen Zustand" Kleinkind in Luxemburg mit Affenpocken infiziert

308706422.jpg

In Deutschland, wurden bisher mehr als 3200 Fälle registriert.

(Foto: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire)

Erst vor kurzem sorgt ein diagnostizierter Fall von Affenpocken bei einem vierjährigen Kind in Deutschland für Verunsicherung. Kurze Zeit später stellt sich der Befund als Fehler heraus. In Luxemburg wird nun jedoch erneut eine Infektion bei einem Kleinkind festgestellt.

In Luxemburg ist bei einem Kleinkind eine Infektion mit dem Affenpocken-Virus nachgewiesen worden. Das Kind sei "in einem stabilen und nicht besorgniserregenden Zustand", teilte das luxemburgische Gesundheitsministerium mit. Es sei isoliert untergebracht. Die Tagesstätte, die das Kind besuchte, bleibe geöffnet, da derzeit kein weiteres Kind Symptome aufweise, hieß es in der Mitteilung. Personen, mit denen das Kind Kontakt hatte, seien informiert. Alter und Geschlecht des Kindes wurden nicht genannt.

Nach Zahlen vom 10. August hatten sich in Luxemburg bis dahin 41 Männer mit dem Affenpocken-Virus infiziert. Das Durchschnittsalter lag bei 39 Jahren. In Deutschland, wo bislang mehr als 3200 Fälle registriert sind, wurde bislang keine solche Infektion bei einem Kind nachgewiesen.

Erst vor kurzem nahm das Gesundheitsamt die zuvor bei einem vierjährigen Mädchen aus Pforzheim diagnostizierten Affenpocken zurück. Das Kind habe doch keine Affenpocken, teilte das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg in Stuttgart mit.

Affenpocken gelten als weniger schwere Erkrankung

Grund dafür sei, dass der positive Befund durch eine weitere diagnostische Abklärung auf Affenpocken im Labor des Landesgesundheitsamtes nicht bestätigt worden sei. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte den Fall vergangene Woche bekannt gemacht. Dem RKI-Lagebericht zufolge lebt das Mädchen in einem Haushalt mit zwei erwachsenen Infizierten.

Weil das Mädchen aber keine Erkrankungszeichen aufgewiesen habe, seien sowohl die Originalprobe als auch zwei weitere Rachenabstriche des Kindes mittels spezifischer Affenpocken-PCR zusätzlich im Landesgesundheitsamt untersucht worden. "Hierbei konnte eine Affenpockeninfektion des Kindes ausgeschlossen werden", erklärte das Ministerium.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Die Inkubationszeit beträgt laut RKI 5 bis 21 Tage. Die Symptome - darunter etwa Fieber und Hautausschlag - verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst.

Quelle: ntv.de, can/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen