Panorama

Zwei Drillingsgeschwister tot Kleinkinder ertrinken im Gartenteich

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht im Einsatz. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Die Notärzte begannen sofort mit der Wiederbelebung, doch keins der beiden Kinder überlebte.

(Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild)

Im nordrheinwestfälischen Greven endet ein Ausflug in den Nachbargarten für zwei Kleinkinder tödlich. Die beiden Drillings-Geschwister fallen in einen Teich, auch der Kampf der Ärzte im Klinikum Münster kann ihnen nicht mehr helfen.

Nach dem Sturz in einen Gartenteich im münsterländischen Greven sind zwei kleine Kinder gestorben. Die beiden zweijährigen Geschwister - ein Junge und ein Mädchen - starben in der Nacht und am Mittag kurz hintereinander im Krankenhaus, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster. Die Ermittler gehen von einem Unglücksfall aus. Dennoch werde geprüft, ob eine Fahrlässigkeit vorliege.

Die beiden Kinder waren am Donnerstagnachmittag leblos in dem Teich entdeckt worden. Sie wurden in kritischem Zustand unter lebenserhaltenden Maßnahmen in die Universitätsklinik in Münster gebracht, wo zunächst der Junge und wenig später auch seine Schwester starb. Die "Bild"-Zeitung berichtete, dass es sich bei den beiden Kindern um zwei Drillings-Geschwister handelte. Das Mädchen und der Junge seien demnach in den Garten des Nachbarn gelangt und dort in den Teich gefallen.

Gartenteiche als Gefahr nicht unterschätzen

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Die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) weist immer wieder darauf hin, wie gefährlich Gartenteiche für Kinder sein können. Im Jahr 2017 starben 16 Menschen in Deutschland in Gartenteichen, Privatpools, Planschbecken oder Bächen. Die Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern sei dabei die häufigste Unfallursache. Es sei wichtig, bereits bei der Planung eines Gartenteichs geeignete Sicherheitsvorkehrungen zu treffen oder nachrüsten lassen, um Kleinkinder zu schützen.

Wie die Ertrinkungsfälle der Vergangenheit zeigen, sind auch der Teich in Nachbars Garten oder der kleine Bach hinter dem Grundstück, selbst das kleine Planschbecken auf der Terrasse weitere Gefahrenquellen. Tore und Übergänge sollten deshalb so gesichert sein, dass sie von Kindern nicht geöffnet oder überklettert werden können. Im Jahr 2019 sind in Deutschland 417 Menschen ertrunken. 87 Prozent starben in Binnengewässern, wie die DLRG im März mitteilte.

Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP