Zeichen gegen DiskriminierungKleinwüchsige Models defilieren in Paris

Eine Frau ohne rechten Unterarm, eine Australierin mit Trisomie 21 und Kleinwüchsige. Die Modewelt scheint sich langsam aber stetig zu wandeln. Immer öfter schreiten Models über den Laufsteg, die nicht den Stereotypen entsprechen.
Mit einer ungewöhnlichen Modenschau in Paris haben kleinwüchsige Models ein Zeichen gegen Diskriminierung gesetzt. Etwa zehn Frauen zeigten am Freitag in einem Saal des französischen Kulturministeriums Kreationen der New Yorker Agentur Creative Business House. "Wir wollen den Blick ändern, den man auf uns wirft", sagte die Französin Emma. Zudem könne die Schau Modeschöpfer inspirieren, "Kleider für uns zu machen", fügte die junge Frau hinzu.
Einziges Kriterium für die Teilnehmerinnen, die von Profis geschminkt und frisiert wurden: Sie durften nicht größer als 1,30 Meter sein. Den Abschluss machte die 16-jährige Lucy aus London - wie es sich gehört - im Brautkleid.
Für die Initiatoren der dritten Modenschau dieser Art ging es um einen Protest gegen die "diskriminierenden Diktate der Schönheit". Creative Business House organisierte die Show bei der Pariser Fashion Week zusammen mit der französischen Vereinigung Donnons-leur une Chance (zu deutsch: "Geben wir ihnen eine Chance").
Die Modewelt öffnet sich langsam für Models, die nicht den Stereotypen entsprechen: So liefen bei der New Yorker Fashion Week im September eine junge Australierin mit Trisomie 21 und ein US-Model, das ohne rechten Unterarm geboren wurde.