Panorama

Verband schlägt Alarm Kliniken können bald Löhne nicht mehr zahlen

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In der Corona-Krise müssen Kliniken viele lukrative Eingriffe verschieben. Das wirkt sich negativ auf die Finanzlage vieler Häuser aus.

(Foto: dpa)

In der Corona-Pandemie halten viele Krankenhäuser Kapazitäten für die Versorgung der Covid-19-Fälle vor. Andere Eingriffe müssen warten. Dadurch gerieten manche Häuser in Schieflage, Hilfsgelder der Regierung seien zu gering, beklagen Branchenvertreter. Die Lage sei "dramatisch".

Die deutschen Krankenhäuser schlagen wegen ihrer in der Corona-Krise besonders angespannten Finanzlage Alarm. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, warnte in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, dass die Kliniken flächendeckend bereits im ersten Quartal 2021 die Gehälter ihrer Beschäftigten nicht mehr zahlen könnten, sollten sie nicht mehr Hilfen erhalten.

Die Kliniken seien in einer "dramatischen Situation", sie verfügten nur noch begrenzt über finanzielle Mittel, sagte Gaß. "Das Geld aus der Regelversorgung fehlt." Die Bundesregierung müsse ihre Hilfen deutlich erhöhen. Die Krankenhäuser bräuchten eine "Liquiditätssicherung". Nach den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums sollen Klinken in besonders stark von der Pandemie betroffenen Gebieten Ausgleichszahlungen erhalten, wenn sie auf aufschiebbare Eingriffe verzichten und damit Betten frei halten.

Aus Sicht der Krankenhausgesellschaft reicht dieses Konzept aber bei Weitem nicht. Der neue Rettungsschirm sei "nur eine minimale Verbesserung", monierte Gaß. Lediglich 25 Prozent der Kliniken würden davon erfasst. Im Frühjahr habe es hingegen einen Rettungsschirm gegeben, der für sämtliche Krankenhäuser gegolten habe - "dabei gab es damals nur etwa halb so viele Covid-19-Patienten".

Nach Angaben des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) rechnen zwei Drittel aller Betreiber von Kliniken mit Verlusten im ablaufenden Jahr, wie der "Tagesspiegel" berichtet. Demnach beurteilen nur noch 18 Prozent der knapp 2000 Kliniken mit ihren insgesamt 1,3 Millionen Mitarbeitern ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als gut.

Quelle: ntv.de, jog/AFP

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