Panorama

Anwohner hören Knall Krater auf Feld in Limburg entdeckt

Einen rund vier Meter tiefen Krater entdecken Anwohner auf einem Feld in Hessen. Die Ursache ist zunächst unklar. In der Nacht zuvor soll es einen lauten Knall gegeben haben. Der Einsatz eines Expertenteams kann das Rätsel schließlich aufklären.

Ein plötzlich auf einem Feld entstandener Krater hat im hessischen Limburg für Verwunderung gesorgt. Das vier Meter tiefe und zehn Meter breite Loch wurde am Sonntagnachmittag entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Das Rätselraten über die Ursache beendete schließlich der herbeigerufene Kampfmittelräumdienst: Der Krater wurde höchstwahrscheinlich durch die Explosion einer Weltkriegsbombe erzeugt. Sie lag demnach in mindestens vier Metern Tiefe, hatte 250 Kilogramm Gewicht und verfügte über einen chemischen Zünder. Dass eine Bombe ohne Fremdeinwirkung detoniert, weil sich der Zünder zersetzt, kommt nach Angaben des Regierungspräsidiums Darmstadt statistisch gesehen etwa einmal im Jahr in Deutschland vor.

Laut Polizei hatten sich bereits in der Nacht zum Sonntag Anwohner gemeldet, die eine Explosion gehört und ein Beben gespürt hatten. Hinweise darauf, dass das Loch durch Arbeitsmaschinen entstanden sein könnte, gab es demnach nicht. Daraufhin wurde der Kampfmittelräumdienst eingeschaltet, um den Krater weiter zu untersuchen und mögliche Splitterteile zu finden.

Bei der Untersuchung wurden dann zwar keine Splitterreste gefunden, die die Herkunft des Kraters zweifelsfrei hätten klären können, sagte eine Sprecher des Kampfmittelräumdienstes. Der kreisrunde Krater spreche aber dafür, "dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Blindgänger war".

Quelle: n-tv.de, kst/dpa/AFP

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