15 Tonnen Schutt durchgesiebtLeichenteile aus Hochhaus geborgen

Die meisten Toten aus dem Londoner Grenfell Tower werden wohl nie identifiziert werden. Nach tagelanger Suche fischen die Ermittler die letzten erkennbaren Leichenteile aus dem Schutt des Hochhauses. Dazu müssen sie mit bloßen Händen suchen.
Drei Wochen nach dem Feuer im Londoner Grenfell Tower hat die Polizei die letzten als solche erkennbaren menschlichen Überreste aus dem ausgebrannten Hochhaus geborgen. Wie ein Polizeisprecher sagte, mussten Polizeibeamte rund 15,5 Tonnen Schutt per Hand durchsieben, um nach Überresten der mindestens 80 Todesopfer der Katastrophe zu suchen.
Die Ermittler fürchten, dass einige der Opfer so stark verbrannt sind, dass ihre Überreste nie gefunden werden. Bisher konnten Gerichtsmediziner lediglich 21 Leichen identifizieren. Dutzende Bewohner des Hauses werden bis heute vermisst und sind vermutlich tot.
Bei dem nächtlichen Brand im 24-stöckigen Grenfell Tower waren in der Nacht zum 14. Juni mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in dem Hochhaus war nach Erkenntnissen der Ermittler durch einen defekten Kühlschrank ausgelöst worden. Die Flammen hatten sich rasend schnell über die Fassadenverkleidung aus leicht entzündlichem Material ausgebreitet.