Panorama

Nordmole eingesackt Leuchtturm in Bremerhaven droht umzustürzen

Seit Jahren ist ein Hafendamm in Bremerhaven baufällig. Nun sackt ein Teil ein, der Leuchtturm gerät in Schieflage. Für die nächsten Tage sehen die Behörden schwarz.

Teile der Nordmole in Bremerhaven sind in der Nacht eingesackt. Derzeit sei die Wasserschutzpolizei damit beschäftigt, den nun schiefen Moleturm zu sichern, sagte ein Sprecher. Die Einfahrt zur Geeste sei deshalb gesperrt worden. Auch der Fährbetrieb der Weserfähre musste eingestellt werden. Wie die Reederei mitteilte, ist Ersatzverkehr geplant. Der betroffene Bereich war offenbar bereits seit Jahren baufällig.

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Der schiefe Turm von Bremerhaven lockt auch Schaulustige an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Laut Wasserschutzpolizei besteht die Gefahr, dass der Leuchtturm - ein Wahrzeichen der Stadt - gegen Mittag ganz umkippt, wie Radio Bremen berichtet. Denn dann sei der Wasserpegel besonders niedrig, derzeit stütze noch das Wasser den instabilen Turm. Es sei fraglich, ob der Turm diesen Tag überlebt, zitiert der Sender den Leiter der Wasserschutzpolizei, Uwe Old. "Da ist nichts mehr rettbar. Wir können nur froh sein, dass wir keine Sturmlage haben, dass jetzt noch Wellen dagegen schlagen. Aber ich denke mal, in den nächsten Tagen wird es sich erübrigt haben für diesen Turm, leider."

Lotsenboote und einige Schiffe des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts wurden dem Bericht zufolge verlegt, damit sie weiterarbeiten können. Im Weserstrandbad sei der südliche Strandteil gesperrt.

Für den instabilen Bereich der Nordmole ist demnach bereits ein Neubau geplant. Laut "Weser Kurier" wurde die Nordmole 1912 als Mauerwerkskaje auf einer Holzpfahlgründung mit Holzspundwand errichtet. Auf der Mole sei ein Turm mit Klinkerverblendung und roter, halbkugelförmiger Eisenlaterne sowie Galerie als neues Backbordfeuer errichtet worden. Das Seezeichen sei 1914 in Betrieb genommen worden und stehe seit 2001 unter Denkmalschutz.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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