Panorama

Britisch-japanischer Autor Literaturnobelpreis geht an Kazuo Ishiguro

8b1ffd11e9c3cd2715bb26a1b782a2b9.jpg

Ishiguro war nicht unbedingt der Favorit in den Wettbüros.

(Foto: AP)

Er ist nicht der Favorit der Buchmacher, doch am Ende entscheidet sich die Schwedische Akademie für den Briten Kazuo Ishiguro. Dem Briten japanischer Herkunft gelingt der schwierige Spagat zwischen herausragender Sprache und Pop-Kultur.

*Datenschutz

Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an Kazuo Ishiguro. Das teilte die Schwedische Akademie in Stockholm mit. Er wird für "seine Romane von starker emotionaler Kraft" ausgezeichnet, heißt es zur Begründung. Darin lege er den Abgrund unserer vermeintlichen Verbundenheit mit der Welt bloß, hieß es weiter.

Der Brite japanischer Herkunft wurde unter anderem mit seinen Romanen "Was vom Tage übrig blieb" und "Alles was wir geben mussten" auch in Deutschland bekannt. Ishiguros Werke wurden in 28 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt.

Im vergangenen Jahr hatte sie völlig überraschend Rockmusiker Bob Dylan für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition ausgezeichnet. Dylan ließ lange offen, ob er den Preis überhaupt annehmen werde. In diesem Jahr galten der Japaner Haruki Murakami und der Kenianer Ngũgĩ wa Thiong’o als Favoriten.

Der Nobelpreis ist mit umgerechnet rund 940 000 Euro (neun Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Letzte deutschsprachige Preisträgerin war die Schriftstellerin Herta Müller 2009.

Quelle: n-tv.de, sba