Panorama

"Hatte Gefühl zu ersticken" Mann riss Flugzeugtür offenbar in Panik auf

00:00
Diese Audioversion wurde künstlich generiert. Mehr Infos | Feedback senden
Wie es dem Mann gelungen ist, die Flugzeugtür zu öffnen, ist unklar.

Wie es dem Mann gelungen ist, die Flugzeugtür zu öffnen, ist unklar.

(Foto: REUTERS)

In über 200 Metern Höhe öffnet in Südkorea ein Fluggast den Notausgang eines Airbus A321-200. Laut seiner Aussage bei der Polizei fühlte er sich tatsächlich in Not. Der 33-Jährige wollte nur noch raus aus der Maschine, wie ihn eine Zeitung zitiert.

Der Mann, der am Freitag im Landeanflug eine Flugzeugtür aufriss und damit Panik auslöste, hat die Tür nach eigenen Angaben geöffnet, weil er selbst eine Art Panik verspürte. Er fühlte sich demnach, als würde er "ersticken" und wollte schnell raus aus der Maschine, wie der "Guardian" die Polizei in Südkorea zitiert. Den Beamten erklärte er dem Bericht zufolge, dass er unter Stress stand, nachdem er seinen Job verloren hatte. "Er hatte das Gefühl, dass der Flug länger dauerte, als er sollte, und fühlte sich in der Kabine wie erstickt", erklärte demnach ein Polizist.

Der Passagier eines Asiana-Airlines-Flugs hatte den Notausgang beim Anflug auf das südkoreanische Daegu geöffnet. Der Airbus A321-200 mit knapp 200 Fluggästen befand sich auf einem Inlandsflug. Zwölf Passagiere kamen nach Behördenangaben in der Folge ins Krankenhaus. Das Öffnen in mehr als 200 Metern Höhe hatte bei einigen Passagieren zu Atemproblemen geführt.

Dem 33-Jährigen drohen nun bis zu zehn Jahre Haft. Wie es ihm gelang, die Tür zu entriegeln, ist unklar. Ein Augenzeuge sagte Medienberichten zufolge, die Tür habe sich mit einem Knall geöffnet. Flugbegleiter hätten um Hilfe gerufen und den Verdächtigen zusammen mit anderen Insassen überwältigt, wurde ein anderer Augenzeuge zitiert. Der Mann habe offenbar versucht, aus dem Flugzeug zu springen.

Wie das Luftfahrtportal Aerotelegraph berichtete, ist es nahezu unmöglich, den Notausgang eines Flugzeugs zu öffnen, während es sich in der Luft befindet. Der Druck, gegen den dabei anzukämpfen ist, liegt demnach bei mehr als 10.000 Kilogramm. Je weiter sich eine Maschine in Richtung Boden bewegt, desto weiter sinkt dieser Druck.

Quelle: ntv.de, chl/AFP

Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen