Panorama
Freitag, 25. November 2016

Hochschwangere missbraucht?: Mann soll Gebärende vergewaltigt haben

Eine abscheuliche Tat schockt England: In Hull steht ein Mann vor Gericht, weil er sich an seiner Freundin vergangen haben soll - während sie hochschwanger Wehen bekam und sich unter Schmerzen auf den Boden legte.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Geburt eines Kindes ist für jede Mutter ein unvergessliches und aufregendes Erlebnis. Für eine hochschwangere Frau aus der englischen Stadt Hull begann der Tag der Geburt ihres Sohnes allerdings mit unfassbaren Qualen.

Als sie mitten in der Nacht ihre Wehen bekam, soll ihr damaliger Freund sie skrupellos vergewaltigt haben. Von diesem Fall berichtete die englische Lokalzeitung "Hull Daily Mail". Demnach wachte die Frau unter furchtbaren Schmerzen auf. Um sich zu entspannen, stieg sie aus dem Bett und und legte sich auf allen Vieren auf den Boden.

Als der Mann aufwachte und seine Freundin in dieser Position entdeckte, erregte sie ihn. "Sie befand sich in dieser Position, als der Angeklagte aufwachte. Er sah sie nackt auf allen Vieren und sagte, er sei geil", so die Anklage. Wie die Frau vor Gericht aussagte, habe der Mann sie anschließend trotz ihrer Schreie und der Bitte, er möge von ihr ablassen, vergewaltigt. Danach habe sich der Mann so verhalten, als sei nichts geschehen.

Nur wenige Stunden später brachte die Frau schließlich einen gesunden Jungen auf die Welt. Als sie die Klinik verließ, beschloss sie, ihren Partner anzuzeigen. Zum einen, weil der Anblick des Schlafzimmers, in dem die Vergewaltigung stattfand, sie erschütterte. Zudem soll sich ihr Freund auch dem Baby gegenüber respektlos verhalten haben. "Wenn das Kind weinte, ließ er sie das Baby nicht auf den Arm nehmen und beschimpfte es als 'kleines, verwöhntes Stück Sch***e", so der Staatsanwalt, der den Fall am Landgericht Hull verhandelt.

Der mutmaßliche Täter bestreitet die Vergewaltigung, er könne sich an nichts erinnern. "Ich weiß es nicht mehr, ob ich mit meiner Partnerin Sex hatte, als sie Wehen hatte." Weil die Frau erst Tage danach zur Polizei ging und körperliche Spuren aufgrund der Geburt nicht nachgewiesen werden konnten, gestaltet sich die Beweislage als schwierig. Der Prozess wird fortgesetzt.

Quelle: n-tv.de