Panorama

23.000 Euro SchadenMann soll alte Patienten beklaut haben

02.12.2025, 09:42 Uhr
Leere-benutzte-Betten-auf-einer-Krankenhausstation
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, zehn Krankenhauspatienten in 58 Fällen bestohlen zu haben. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Als im Portemonnaie und auf dem Konto eines verstorbenen Patienten Geld fehlt, erstatten die Angehörigen Anzeige. Ermittler stellen eine Verbindung zu ähnlichen Fällen in anderen Kliniken her. Zwei Monate lang wird nach dem Verdächtigen gefahndet, nun wird er angeklagt.

Ein Mann soll bundesweit vor allem ältere Menschen in Krankenhäusern bestohlen und ihre Bankkarten für Einkäufe genutzt haben. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg erhob Anklage gegen den Verdächtigen, dem 58 Taten vorgeworfen werden, wie die Behörde mitteilte. Dazu zählen sowohl die Diebstähle der Geldbeutel als auch die spätere Verwendung der gefundenen Karten für Einkäufe und Bargeldabhebungen. Insgesamt handele es sich um zehn Geschädigte.

Der Schaden beträgt den Angaben nach insgesamt rund 23.000 Euro. Dem Mann droht eine Haftstrafe von mehr als vier Jahren. Die Ermittlungen hatten laut Mitteilung im Juni begonnen, nachdem die Angehörigen eines im Eberbacher Klinikum im Rhein-Neckar-Kreis verstorbenen Patienten Anzeige erstattet hatten. Sie hatten festgestellt, dass der Geldbeutel des Toten fehlte und Geld von seinem Konto abgebucht wurde.

Anhand der Kontoauszüge konnten die Standorte der Geldautomaten ermittelt werden. Durch die Analyse der Videoaufzeichnungen und die Verwendung eines Gesichtserkennungssystems habe der Angeschuldigte identifiziert werden können, hieß es. Ermittler konnten eine Verbindung zu ähnlichen Fällen in anderen Städten herstellen.

Der Mann wurde laut Mitteilung mit Haftbefehl gesucht. Nach knapp zweimonatiger Fahndung sei er im September in Magdeburg festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft machte zunächst keine weiteren Angaben, weder zum Alter des Mannes noch zu den anderen Tatorten.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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