Panorama

Schwertattacke in schwedischer Schule Mann tötet Lehrer und verletzt Schüler

In einer Schule in der schwedischen Stadt Trollhättan gibt es Amokalarm. Ein maskierter und mit einem Schwert bewaffneter Mann attackiert Kinder und Lehrer. Die Polizei greift zum äußersten Mittel.

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Bekannt als Standort der schwedischen Autoindustrie: Trollhättan liegt in Westschweden nördlich von Göteborg.

(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

In der schwedischen Stadt Trollhättan hat ein Mann in einer Schule mehrere Menschen mit einem Schwert angegriffen. Nach letzten Angaben wurden fünf Schüler verletzt. Zwei Kinder im Alter von 11 und 15 würden operiert, auch ein Lehrer und der Täter würden behandelt, berichtete das Schwedische Fernsehen. Dem schwedischen Fernsehsender SVT zufolge starb zudem eine Person nach dem Angriff. Bei dem Toten handelt es sich demnach um einen Lehrer.

Der Vorfall soll sich im Café der Schule abgespielt haben, diese soll öffentlich zugänglich gewesen sein. Die Schule, an der rund 400 Kinder zwischen sechs und fünfzehn Jahren lernen, wurde geräumt. Die Polizei habe auf eine Person geschossen, die das Gebäude in Trollhättan betreten habe. Zunächst hatte "Dagens Nyheter" gemeldet, der Mann sei kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Aus dem Krankenhaus hieß es jedoch, der Mann lebe noch. Er ist laut Polizei noch nicht identifiziert. Er sei in seinen Zwanzigern und kein Schüler der Schule gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

"Noch keine Antwort"

"Es war ein maskierter Täter, der zur Schule gekommen ist und mehrere Menschen mit einem Messer oder Schwert verletzt hat", sagte ein Polizeisprecher der Zeitung. Nach ersten Angaben stach der Täter auf seine Opfer ein.

An der Schule herrsche nun großes Durcheinander, erklärte Polizeisprecher Stefan Gustafsson. "Was genau passiert ist, darauf haben wir noch keine Antwort." Polizisten durchsuchten das Gebäude, um sicherzustellen, dass es nicht noch mehr Verletzte gebe. Ein Lokalreporter berichtete, in der Schule herrsche das "totale Chaos". Zahlreiche Schüler säßen schluchzend am Tatort. Die Polizei sicherte das Schulgelände, viele besorgte Eltern warten außerhalb der Absperrung. Ein Krisenstab wurde eingerichtet.

Es soll sich um eine Problemschule handeln. Schon häufiger sei über die Sicherheit der Schüler diskutiert worden, sagte ein Oppositionspolitiker in Trollhättan schwedischen Medien. Zu den Hintergründen der Tat wurde zunächst nichts bekannt. Am Nachmittag wollte sich Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven auf den Weg nach Trollhättan machen.

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Quelle: n-tv.de, sba/dpa

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