Panorama

Paketbombe war Attrappe Marburger täuscht Anschlag auf sich vor

imago89595578h.jpg

Eine Bombe mit der Post? Widersprüche des angeblichen Opfers machen die Ermittler stutzig.

(Foto: imago/Eibner)

Ein Postpaket explodiert und löst einen Polizei-Großeinsatz aus. Nun stellt sich heraus, dass der verletzte Geschäftsmann selbst gezündelt hat, um einen Anschlag auf sich vorzutäuschen. Die Ermittler finden heraus: Der Mann erfindet häufig Straftaten.

Die Explosion eines Postpakets in einem Firmenbüro in Marburg hat sich nach Angaben der Behörden als Unfall beim Vortäuschen einer Straftat entpuppt. Der 34-jährige Geschäftsführer habe gestanden, eine Bombenattrappe gebastelt zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft in der hessischen Stadt mit. Dabei löste er dann selbst versehentlich die Detonation eines Behälters mit Feuerzeugbenzin aus.

Der Mann, der einen Anschlagsversuch auf sich vortäuschen wollte, hatte schon mehrfach Straftaten gegen sich bei der Polizei angezeigt, darunter Raub, Körperverletzung und Diebstahl. Auch diese waren ausgedacht, erklärten die Ermittler. Der Mann handelte aus persönlichen und familiären Gründen.

Der Marburger Geschäftsmann war bei der von ihm ausgelösten Explosion am Donnerstag vor Ostern verletzt worden, Polizei und Feuerwehr rückten zu einem Großeinsatz wegen einer mutmaßlichen "Gefahrenlage" an. Auch eine Postfiliale wurde geräumt, weil die Firma dort ein Postfach hat.

Bei den Ermittlungen hätten sich Zweifel an der Darstellung des 34-Jährigen ergeben, erklärte die Staatsanwaltschaft. Bei einer Vernehmung bei der Polizei habe er dann zugegeben, verantwortlich zu sein. Gegen ihn wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

Mehr zum Thema