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Mehrere Dutzend Leichen Massengrab in Mexiko entdeckt

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In der Nähe von Mexikos zweitgrößter Stadt Guadalajara wurde ein Massengrab mit Leichenteilen von Dutzenden Toten entdeckt.

(Foto: imago images / Agencia EFE)

Der Drogenkrieg in Mexiko fordert unzählige Opfer. Nicht selten lassen Banden die einfach verschwinden. Nun wurde ein Massengrab voller Leichenteile entdeckt. Die Behörden versuchen, Körper zusammenzusetzen und die Personen zu identifizieren.

In einem Massengrab in Mexiko sind die Leichen von mindestens 29 Menschen entdeckt worden. Die menschlichen Überreste steckten in 119 Plastiksäcken in einer fünf Meter tiefen Grube, wie die Behörden im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco mitteilten. Bei den Opfern handele es sich um 27 Männer und zwei Frauen.

Das Massengrab wurde laut Behörden bereits Anfang September entdeckt. Es befindet sich in der Gegend La Primavera, rund 45 Minuten von Mexikos zweitgrößter Stadt Guadalajara entfernt. Gerichtsmediziner untersuchten die Leichenteile derzeit noch, teilten die Behörden weiter mit. Die Zahl der Toten könnte demnach noch steigen. Vier von ihnen seien inzwischen identifiziert worden.

Landesweites Problem

Die Zeitung "The Guardian" berichtet, nachdem man die Leichenteile eine Woche lang untersucht habe, habe man 13 Körper komplett und 16 Körper teilweise zusammensetzen können. Man habe sechs Köpfe und sechs Rümpfe gefunden, die zu unterschiedlichen Personen gehören würden, so das Blatt weiter.

Die Behören seien laut "Guardian" von Anwohnern auf das Massengrab aufmerksam gemacht worden. Diesen seien in der Gegend übele Gerüche sowie Fliegen aufgefallen, heiß es.

Im Bundesstaat Jalisco hat die Gewalt im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität stark zugenommen. Im Mai war in der Nähe des aktuellen Fundorts bereits ein Massengrab mit 30 Leichen entdeckt worden. Das Problem betrifft das gesamte Land. Vor wenigen Wochen hatte die Chefin einer Nationalen Sucheinheit, Karla Quintana, mitgeteilt, man habe insgesamt 4874 Leichen an 3025 Orten gefunden. Dies bezeichnete sie als Horror. Es gehe dabei gar nicht um die schieren Zahlen. "Es geht um die Tausenden Menschen, die nach ihren Verwandten suchen", sagte sie.

Quelle: n-tv.de, ame/AFP

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