Panorama

Kugel steckt in Polizistenmütze Massenpanik nach Schüssen in Philadelphia

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Bei der Paniik wurden mehrere Menschen verletzt.

(Foto: AUDREY SCHNEIDER via REUTERS)

Stunden nach der tödlichen Schusswaffenattacke nahe Chicago fallen auch in Philadelphia am US-Nationalfeiertag Schüsse. Zwei Polizeibeamte werden verletzt. Tausende Besucher eines Konzertes ergreifen panisch die Flucht.

Während eines Feuerwerks in der US-Millionenstadt Philadelphia ist es in der Nacht zu einer Panik gekommen. Laut US-Medienberichten wurden mehrere Menschen verletzt, als sie versuchten, vom Benjamin Franklin Parkway zu fliehen. Einige seien in einen nahegelegenen Fluss gesprungen, um sich in Sicherheit zu bringen. Ursache für die Panik waren offenbar Schüsse, die kurz vor Beginn des Feuerwerks gefallen waren. Zwei Polizisten, die die Feierlichkeiten absichern sollten, wurden verletzt. Die Hintergründe sind unklar.

Ein Beamter habe eine Streifwunde am Kopf und der andere eine Schusswunde an der rechten Schulter erlitten, sagte Danielle Outlaw, Kommissarin des Philadelphia Police Department. Beide wurden behandelt und seien mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Kopfwunde sei durch eine Kugel verursacht worden, die in der Mütze des Beamten steckengeblieben war. In der Mütze befand sich eine Gedenkkarte für einen Polizeiseelsorger aus Philadelphia, der kürzlich verstorben ist. "Es ist ein Wunder, dass die Kugel in seiner Mütze stecken geblieben ist", sagte Outlaw.

Die Schüsse fielen gegen 22 Uhr in der Nähe des Philadelphia Museum of Art, während Tausende Menschen eine Feuerwerksshow nach einem Konzert von Jason Derulo auf dem Parkway verfolgten, so die Polizei. Als Reaktion auf die Schüsse sei eine Panik ausgebrochen, berichtete eine NBC-Reporterin. Eine "Welle an Menschen", darunter auch viele Kinder, habe das Gelände fluchtartig verlassen.

Bürgermeister Jim Kenney kritisierte die laxe Waffenpolitik des Bundesstaates Pennsylvania. Er gab der von den Republikanern kontrollierten Legislative die Schuld, die Philadelphia daran hindere, strengere Waffenkontrollmaßnahmen zu erlassen. "Wir sind das am stärksten bewaffnete Land der Weltgeschichte und eines der unsichersten. Solange die Amerikaner nicht beschließen, ihre Waffen abzugeben und auf die Möglichkeit zu verzichten, sich Waffen zu beschaffen, werden wir dieses Problem auch weiterhin haben", sagte er.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Stunden, nachdem es zu einer tödlichen Schusswaffenattacke bei einer Parade zum US-Nationalfeiertag nahe Chicago gekommen war. Dabei wurden in dem wohlhabenden Vorort Highland Park mindestens sechs Menschen getötet. Rund 25 Menschen im Alter zwischen acht und 85 Jahren wurden durch Kugeln verletzt. Der Schütze hatte nach Polizeiangaben mit einem Gewehr von einem Dach eines Geschäftes das Feuer auf die Menschenmenge eröffnet.

Quelle: ntv.de, mba

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