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n-tv wünscht frohes Fest Menschen in aller Welt feiern Weihnachten

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Während es auf dem Petersplatz in Rom trocken ist, trägt der Weihnachtsmann in Venedig Gummistiefel.

(Foto: REUTERS)

Keine Nachrichten sind gute Nachrichten? Nicht zu Weihnachten. Das Team von n-tv wünscht Ihnen ein frohes Fest und friedliche Feiertage. Während Sie sich hoffentlich entspannen, behalten wir die Nachrichtenlage im Blick. Etwa in Rom. Oder in Bethlehem.

In aller Welt feiern Christen gerade das Weihnachtsfest. Im Heiligen Land zog die traditionelle Weihnachtsprozession von Jerusalem nach Bethlehem. In Rom zelebrierte am Abend Papst Franziskus die Christmette. Dazu kamen viele tausend Gläubige zum Petersdom und auf den Petersplatz. Für Franziskus, der in der vorigen Woche 83 Jahre alt wurde, ist es dieses Jahr die siebte Weihnachtsfeier als Oberhaupt der katholischen Kirche. Den traditionellen päpstlichen Segen "Urbi et Orbi" spendet er am Mittwoch, dem ersten Weihnachtstag.

Auf dem Petersplatz waren Anfang Dezember eine Krippe und ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt worden. Die zum größten Teil aus Holz bestehende Krippe stammt aus der Alpenprovinz Trient. In ihr sind Überreste von Bäumen verarbeitet, die vor einem Jahr bei schweren Unwettern in Norditalien umgestürzt waren. Die Tanne stammt aus der Provinz Treviso im Nordosten Italiens.

Gott liebt auch die schlimmsten Menschen

In seiner Predigt sagte das Kirchenoberhaupt, Weihnachten erinnere daran, "dass Gott fortfährt, jeden Menschen zu lieben, auch den schlimmsten". Gottes Liebe sei "bedingungslos". "Du kannst falsche Vorstellungen haben, du kannst alles Mögliche angestellt haben, aber der Herr verzichtet nicht darauf, dich zu lieben."

Die Liebe Gottes befreie "vom Bösen" und verbreite "Frieden und Freude", sagte Franziskus. "Während hier auf Erden alles der Logik des Gebens um des Habens willen zu folgen scheint, kommt Gott 'gratis'."

Zudem verwies Franziskus auf die Veränderungen auch innerhalb der Kirche. "Wir verändern uns, die Kirche verändert sich, die Geschichte verändert sich, wenn wir anfangen, nicht die Anderen verändern zu wollen, sondern uns selbst", sagte er. "Warten auch wir nicht darauf, dass der Nächste rechtschaffen wird, um ihm Gutes zu tun, dass die Kirche vollkommen sei, um sie zu lieben, dass die anderen dafür, dass wir ihnen dienen, uns achten."

Nach biblischer Überlieferung wurde Jesus in Bethlehem geboren. Jerusalem wiederum ist der Ort seiner Kreuzigung und Auferstehung. Für die traditionelle Weihnachtsprozession fuhr ein Wagenkonvoi mit etwa 40 Fahrzeugen von Jerusalem nach Bethlehem. Er wurde vom Leiter des katholischen Patriarchats im Heiligen Land, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, angeführt. Auf dem Krippenplatz in Bethlehem im Westjordanland wurde die Prozession feierlich in Empfang genommen. Pizzaballa, ein italienischer Franziskaner, sollte später in Bethlehem auch die Mitternachtsmesse zelebrieren. Zu den Feiern in Bethlehem kommen arabische Christen sowie Pilger. Auch in Nazareth im Norden Israels war eine Weihnachtsparade geplant.

Im Dezember und Januar wird im Heiligen Land mit rund 165.000 christlichen Besuchern gerechnet, teilte das israelische Tourismusministerium mit. Zur Mitternachtsmesse wird auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erwartet. Mehrere Dutzend palästinensische Christen aus dem blockierten Gazastreifen haben israelische Reisegenehmigungen nach Jerusalem und in das Westjordanland erhalten. Christen machen in Israel und den Palästinensergebieten nur rund zwei Prozent der Bevölkerung aus.

Quelle: ntv.de, mau/dpa